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Der erste Frost ist da: Kommunalunternehmen der Stadt Warburg beantwortet Fragen zum Winterdienst

Kein Salz auf Natursteinflächen streuen

Warburg

In diesen Tagen gibt es bereits die ersten Nacht- oder Frühfröste. Bald muss wieder auf Straßen und Wegen gestreut und geräumt werden. Das KUW hat dem WESTFALEN-BLATT die wichtigsten Fragen zum Winterdienst beantwortet.

Frühaufsteher erleben in diesen Tagen bereits die ersten Nacht- oder Frühfröste: Wer dann zur Arbeit fährt und sein Auto draußen geparkt hat, muss kratzen, denn die Autoscheiben sind mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Foto: Günter Sarrazin

Wer ist zum Räumen und Streuen auf den Gehwegen verpflichtet?

Die Anlieger, sie müssen die Gehwege reinigen. Dies beinhaltet im Winter unter anderem das Schneeräumen und das Bestreuen der Gehwege. Die Winterdienstgebühr, die jeder Grundstückseigentümer entrichtet, ist für das Räumen und Streuen der Straßen, nicht der Gehwege.

Was bedeutet Räum- und Streupflicht?

Geräumt werden muss Schnee, der auf den Gehwegen liegen bleibt. Bei Glatteis muss mit abstumpfenden Mitteln (zum Beispiel Sand oder Splitt) das gefahrlose Begehen gewährleistet werden. Streusalz sollte möglichst nicht verwendet werden. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz bestreut, salzhaltiger Schnee nicht auf ihnen abgelagert werden. Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten sind von Eis und Schnee frei zu halten.

Wo muss geräumt und gestreut werden?

Entlang des Grundstückes auf dem Gehweg, bei Straßen ohne Gehweg ist eine Straßenfläche in einer Breite von mindestens 1,50 Metern zu reinigen beziehungsweise zu räumen.

Wann wird der Winterdienst gemacht?

Gefallener Schnee beziehungsweise Eisglätte ist zwischen 7 und 20 Uhr nach Ende des Schneefalls oder bei Glätte unverzüglich zu beseitigen. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr zu beseitigen.

Wohin mit dem Schnee?

Der Schnee ist auf dem an der Fahrbahn angrenzenden Teil des Gehweges oder, wo dies nicht möglich ist, auf dem Fahrbahnrand zu lagern, so dass der Fahr- und Fußgängerverkehr nicht behindert wird. Schnee und Eis darf nicht auf die Fahrbahn geschoben werden. Grundstücke und Einfahrten der Nachbarn dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Wie verhält es sich in der Warburger Innenstadt mit dem Winterdienst?

Im barrierefrei ausgebauten Bereich der Innenstadt ist auf den Natursteinflächen die Verwendung von Streusalz nicht mehr zulässig. Dort darf nur noch mit abstumpfenden Stoffen gestreut werden, zum Beispiel Blähton, Blähschiefer, Bims, Lava. Entsprechendes Material ist im Fachhandel erhältlich.

Wo räumt und streut das Kommunalunternehmen?

Die Gehwege vor den städtischen Grundstücken werden von privaten Kräften oder auch vom KUW im Auftrag der Stadt Warburg geräumt. Die Räum- und Streupflicht der städtischen Straßen erstreckt sich bei Straßenglätte auf verkehrswichtige und gefährliche Stellen. Hierzu wurde in Abstimmung mit den Bezirksverwaltungsstellenleitern und Ortsvorstehern für jeden Ortsteil eine Prioritätenliste erstellt. Eine grundsätzliche Räum- und Streupflicht auf allen Verkehrsflächen besteht nicht.

Bei Glatteis, Eis- oder Schneeglätte werden jedoch alle Straßen gestreut, ebenso bei großen Schneemengen. Straßen mit nur geringem Verkehrsfluss und ohne Gefällstrecken, zum Beispiel Wohnstraßen, werden nur noch bei starkem Schneefall oder Glatteis geräumt. Der Räumdienst beginnt so, dass werktags um 7 Uhr die Hauptverkehrsstraßen befahrbar sind, samstags um 8 Uhr und sonn- und feiertags um 9 Uhr. Er endet spätestens um 20 Uhr.

Kreisstraßen werden vom Kreis Höxter, Land- und Bundesstraßen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW betreut.

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