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Erstmals stehen zwei Stukenbrocker Grundschüler im Finale des landesweiten Mathematik-Wettbewerbs

Keine Qualen mit den Zahlen

Schloß Holte-Stuk...

Der donnernde Applaus der 21 Schüler in der Aula der Katholischen Grundschule Stukenbrock war der verdiente Lohn für Dion Sadiku, Lara Ster, Julia Krzyzanowska, Lara Trinczek und Emily Grabow. Die fünf Viertklässler haben beim landesweiten Mathematik-Wettbewerb die zweite Runde erreicht.

Von Dirk Heidemann

Stolz präsentieren Dion Sadiku (von links), Lara Ster, Julia Krzyzanowska, Lara Trinczek und Emily Grabow von der Katholischen Grundschule Stukenbrock ihre Urkunden, die sie für ihre Teilnahme am landesweiten Mathematik-Wettbewerb erhalten haben. Foto: Dirk Heidemann

Für die beiden Laras aus der 4a (Delfin-Klasse) ging es sogar noch weiter: sie haben das Finale erreicht und warten nun gespannt darauf, wie sie unter den den etwa 20 besten Nachwuchs-Mathematikern in Nordrhein-Westfalen abgeschnitten haben.

„Es ist schon selten, dass es überhaupt ein Kind aus unserer Schule bis unter die Allerbesten schafft. Aber dass es diesmal gleich zwei sind – das hat es bislang noch nie gegeben“, sagt Barbara Pfizenmaier, Mathematiklehrerin der 4b.

„Von Runde zu Runde wurde es immer schwieriger“, sagt Lara Ster (10), die beim Lernen durch ihre Mutter unterstützt wurde und dabei die Testaufgaben aus dem Vorjahr löste. Im Sommer wird die im Ortsteil Stukenbrock wohnende Lara Ster an das Gymnasium der Georg-Müller-Schule in Bielefeld wechseln.

„Ich denke, bei mir hat es ganz gut geklappt“, sagt Lara Trinczek (10), die zur Vorbereitung ein Heft mit Extra-Aufgaben durchgearbeitet hatte. Sie wohnt in Oerlinghausen und wird nach den Sommerferien auch das dortige Gymnasium besuchen.

Gestartet war die Katholische Grundschule Stukenbrock in der ersten (schulinternen) Runde im Oktober 2020 mit zwölf Kindern aus den drei vierten Klassen. Die Teilnahme war freiwillig, die Vorschläge kamen mit Blick auf die mathematischen Leistungen allerdings von den Lehrern. 120 Minuten hatten die Schüler Zeit, um die Aufgaben aus den Bereichen Arithmetik, Kopfgeometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Logicals zu lösen. Die Aufgaben wurden von zentraler Stelle gestellt und waren somit für alle Teilnehmer aus NRW gleich. „Darunter waren auch Aufgaben aus Themenbereichen, die im Unterricht noch nicht behandelt wurden“, sagt Barbara Pfizenmaier, die die Schüler mit ihrer Lehrerkollegin Marieke Ortkemper betreute.

Barbara Pfizenmaier

Ein Quintett schaffte es dann in die zweite Runden auf Bezirksebene, die normalerweise in Gütersloh stattfindet, coronabedingt aber im März ebenfalls in der Katholischen Grundschule Stukenbrock ausgetragen wurde. Gleiches galt für das Finale, das normalerweise in einer größeren nordrhein-westfälischen Stadt steigt.

Jetzt warten Lara Ster und Lara Trinczek auf die Auswertung. Sollten mindestens 30 von 40 möglichen Punkten erreicht werden, erfolgt eine Zweitkorrektur. Beide hoffen natürlich, am Ende landesweit ganz vorne mit dabei zu sein. Eines haben sie genau wie Dion Sadiku, Julia Krzyzanowska (beide 4b/Fledermaus-Klasse) und Emily Grabow (4c/Panda-Klasse) aber schon sicher – die Anerkennung ihrer erbrachten Leistungen durch die Mitschüler.

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