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Mord-Prozess Sennelager: Landgericht Paderborn befragt Toxikologin

Keinen Hinweis auf K.o.-Tropfen gefunden

Paderborn

Es kommt nicht oft vor, dass Angeklagte vorgeben, während einer Tat ohnmächtig gewesen zu sein. Das zumindest sagt der 30-Jährige, der sich derzeit vor dem Landgericht Paderborn wegen des mutmaß­lichen Mordes an seiner Frau verantworten muss. Er behauptet auch, die Tat sei von anderen verübt worden. Seine Version, mit K.o.-Tropfen betäubt worden zu sein, ist jetzt mithilfe einer Toxikologin überprüft worden.

Von Ulrich Pfaff

Für einen der nächsten Prozesstage hat Verteidiger Detlev Stoffels eine „ergänzende Einlassung“ seines Mandanten angekündigt. Foto: Jörn Hannemann

Seit April verhandelt das Landgericht gegen den 30-Jährigen: Er soll aus Eifersucht seine 20 Jahre alte Frau, Mutter der drei gemeinsamen Kinder, Anfang November mit mehr als 30 Messerstichen getötet haben – in einem Auto, nachdem beide ihre Kinder bei Verwandten abgeholt hatten. Bereits zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte abgestritten, der Täter zu sein. In der Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in Sennelager habe er ein Glas Wasser getrunken, sei im Auto besinnungslos geworden – und habe nach dem Aufwachen seine Frau tot auf dem Beifahrersitz vorgefunden. Sie sei von den Verwandten aus dem Haus getötet worden, behauptete der 30-Jährige. Auch ein Motiv hatte er parat: Eifersucht auf seine gute Ehe und die Absicht, „an meine Kinder zu kommen“.

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