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Open-Air-Kinoabend mit 250 Besucher in Wehe

Kino-Vorhang geht an der Mühle auf

Rahden

Um ausgefallene Einfälle ist der Weher Heimatverein um seinen Vorsitzenden Friedrich Schepsmeier selten verlegen. Am Freitagabend stach die Idee eines Open-Air-Kinoabends auf dem Mühlengelände aber besonders heraus.

Von Heidrun Mühlke

Schottische Klänge sind Trumpf: Für die musikalische Unterhaltung haben die Mitglieder der Essern Highlanders Pipe Band gesorgt. Foto: Heidrun Mühle

Etwa 250 Filmfreunde sahen dort unter freiem Himmel den  deutschen Spielfilm „25 km/h“, der vom Schicksal zweier Brüder handelt. 

Am Filmschauplatz vor malerischer Kulisse der historischen Bockwindmühle hatte der Mühlenverein für ein unterhaltungsreiches Vorprogramm gesorgt. Mit von der Partie war The Essern Highlanders Pipe Band, die mit guter schottischen Musik für jede Menge Spaß sorgte.

Gespräche unter Mühlenflügeln

Live-Konzerte und Kino waren in den vergangenen Monaten Fremdworte für das kulturelle Leben der Region. Umso gespannter warteten die Gäste auf den Einbruch der Dunkelheit. Dann hieß es „Vorhang auf“ für „Filmschauplätze NRW“ der Film-und Medienstiftung GmbH.

Die Zeit, bis es dunkel wurde, überbrückten die Besucher mit Gesprächen unter Mühlenflügeln, der einen oder anderen Flasche Wein, kleinen Snacks oder hörten Dudelsack und Drums zu. Allesamt waren sichtlich erfreut, dass kulturelles Leben wieder Einzug in den Alltag hat. Auch als am späteren Abend Regen einsetzte, harrten die Kinobesucher mit Regenschirmen und -jacken aus, kaum jemand verließ das Gelände vor Ende des Films.

Friedrich Schepsmeier, Anna Fantl, Cornelia Schöder und Mirjana Lenz (von links) freuen sich über das große Interesse. Foto: Heidrun Mühlke

Die Film- und Medienstiftung ist für die Filmvorführungen stets auf der Suche nach ganz besonderen Schauplätzen. „Besondere Filme an besonderen Orten“, brachte es Projektleiterin Anna Fantl auf den Punkt. Grundsätzlich habe man mit den Mühlenvereinen beste Erfahrungen gemacht.

Eigentlich hätte der Filmabend im zurückliegenden Jahr starten sollen, was coronabedingt aber nicht möglich war. Beworben hatte sich Mirjana Lenz von der Pressestelle des Kreises schon 2019 für das Projekt „Filmschauplatz“ und freute sich mit Kreisdirektorin Cornelia Schöder über den kulturellen Austausch.

Aufblasbare Leinwand

Schon am Nachmittag war das Team der Film-und Medienstiftung auf das Mühlengelände gekommen und hatte mit viel Unterstützung der Mühlengruppe die aufblasbare Leinwand aufgestellt und den Wagen mit dem Filmvorführequipment platziert. Fleißige Helfer des Heimatvereins hatten indes Stühle und Bänke aufgestellt, hatten sich doch rund 180 Besucher bereits im Vorfeld angemeldet.

Etwa 250 Besucher waren gekommen, um die Kinovorführung unter freiem Himmel zu genießen. Foto: Heidrun Mühlke

„Ich muss mich wirklich bei den engagierten Mitgliedern bedanken, dass sie so viel Zeit in die Vorbereitungen investiert haben“, sagte der Vorsitzende Friedrich Schepsmeier. Dass die Veranstaltung so viele Freunde fand, freute ihn auch in eigener Sache. „Vielleicht können wir unseren Heimatverein etwas breiter aufstellen und das Durchschnittsalter verjüngen“, sagte er hinsichtlich der vielen junge Leute, die aus dem Dorf gekommen sind.

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