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Libori-Light in Paderborn: Diesen Mittwoch startet der Vorverkauf für die zugangsbeschränkten Veranstaltungen

Kirche, Kirmes und Kultur im kleineren Corona-Format

Paderborn

Nach Libori digital im vergangenen Jahr bietet das schönste Fest des Jahres in diesem Jahr auch wieder die persönlichen Begegnungen, die es letztendlich ausmachen. Doch auch, wenn die Inzidenzstufe 0, bei der Volksfeste durchgeführt werden dürfen, in Paderborn gerade erreicht ist, bleibt es bei einer Light-Version des Festes, das in normalen Jahren bis zu 1,5 Millionen Besucher zählt.

Von Maike Stahl

Der Schrein mit den Reliquien des Heiligen Liborius kann ausnahmsweise an allen neun Tagen besucht werden. Foto: Foto: Jörn Hannemann

„Anders geht es auch gar nicht, aber wir bieten so viel Libori wie möglich“, verspricht Beigeordneter Carsten Venherm.

Das bedeutet für das weltliche Libori unter anderem, dass es acht kleinere, abgegrenzte Veranstaltungsorte geben wird, die zum Teil über eine Ticket-Reservierung zugangsbeschränkt sind. Die Stadt hat Hygiene- und Sicherheitskonzepte für die Inzidenzstufen 0 und 1 erstellt, um auf veränderte Zahlen entsprechend reagieren zu können. „Das könnte dann unter anderem kurzfristig zu etwas anderen Regeln führen“, sagt Marketingchef Jens Reinhardt. Das ausführliche Programm und die aktuellen Coronabedingungen gibt es daher im Internet.

Kirche

Das kirchliche Fest rückt unter dem Leitwort „grenzenlos Libori“ Menschen in den Mittelpunkt, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Im Dom wird Libori am Samstag, 24. Juli, traditionell um 15 Uhr mit der Erhebung der Reliquien des heiligen Liborius eröffnet. Besonderheit in diesem Jahr: Das Libori-Triduum wird zwar am Dienstag um 17 Uhr mit einer Andacht abgeschlossen, der Schrein mit den Reliquien wird aber tagsüber bis zum Ende der Liboriwoche für das Gebet zugänglich im Altarraum des Domes stehen. Im Dom können, Stand jetzt, jeweils 330 Gläubige die Messen und Andachten verfolgen. Es gibt aber auch Übertragungen in die Gaukirche sowie im Internet.

Kirmes

Die Kirmesmeile wandert vom Liboriberg auf den Maspernplatz vor der Paderhalle und soll ohne Testnachweis, Eintritt oder Reservierung für bis zu 5000 Besucher zeitgleich zugänglich sein. 44 Schaustellerbetriebe wollen den Besuchern Kirmesvergnügen bieten, etwa ein Viertel der normal üblichen Zahl. Zu den Fahrgeschäften zählt neben den neuen Attraktionen Voodoo-Jumper und Jetlag ein 40 Meter hohes Riesenrad.

Der Pottmarkt wird zweigeteilt. Der erste Teil des Marktes wird sich im Paderquellgebiet befinden, der zweite im Haxthausenpark. Insgesamt bieten 42 Beschicker täglich von 11 bis 20.30 Uhr ihre Waren feil.

Kultur

Ein neues Veranstaltungsformat sind die Picknick-Konzerte im Paderquellgebiet, die in Kooperation mit dem Kulturbüro OWL um 18 und 21 Uhr unterhalb der Stadtverwaltung am Abdinghof stattfinden. Die Tickets für 28 Euro gelten für ein Picknickdecke für maximal vier Personen.

In Plätze der kleinen Künste mit einer Mischung aus Akrobatik, Comedy, Theater, Puppenspiel und musikalischer Vielfalt werden sich neben dem Franz-Stock-Platz auch der Platz hinter der Reinekemühle und der Platz hinter der Paderhalle verwandeln.

Auch Bierbrunnen-Fans kommen wieder auf ihre Kosten. Krüge und Gläser gibt es im Vorverkauf am Samstag, 17. Juli, 10 bis 14 Uhr, vor dem Rathaus. Sprudeln wird der Bierbrunnen täglich von 19 bis 20.30 Uhr im Garten der Dommusik.

Im Stadtmuseum wird die Jubiläumsausstellung „Vom Magdalenenmarkt zu Großlibori 1521 bis 2012“ von Freitag, 23. Juli, an gezeigt.

Tickets

Die Tickets sind bis auf die Picknick-Konzerte kostenlos und können von diesem Mittwoch an hier oder bei Ticket direkt im Vorverkauf erworben werden.

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