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Von-Galen-Schule kann noch besser aufs Arbeitsleben vorbereiten

Kisten fördern Kompetenzen

Brakel-Frohnhausen

Die Pädagoginnen der Von-Galen-Schule Martina Arens, Kerstin Drewes, Barbara Happe und Birgit Westerhoff, die Mitglied der Schulentwicklungskonferenz „Übergang Schule-Beruf“ sind, freuen sich zusammen mit der Schulleiterin Tina Klenke, berufsrelevante und grundlegende Kompetenzen für Jugendliche mit schwerer Behinderung fortan noch besser fördern zu können.

Die Mitglieder der Schulentwicklungskonferenz im Vordergrund Timon und Julia Foto: Von-Galen-Schule

Nur durch private Fördermittel finanziert kommen jetzt „Strukturierte Arbeitskisten“ – kurz „StArk“ – in den beiden Berufspraxisstufen der Schule für diese Schülergruppe zum Einsatz.

„Damit ging für uns ein langgehegter großer Wunsch in Erfüllung, und es werden uns auf diese Weise ganz großartige weitergehende Fördermöglichkeiten eröffnet“, freut sich Tina Klenke.

„Die Berufspraxisstufen unserer Förderschule haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler auf ihr Arbeitsleben vorzubereiten. Die Arbeitskisten wurden von Lehrkräften an der Förderschule für geistige Entwicklung der Sekundarstufe II im ‚Förderzentrum zur individuellen Lebensgestaltung und Berufsbildung‘ (FiLB) in Gütersloh entwickelt. Hergestellt werden die Arbeitskisten durch die Schülerfirma ‚eigen-werk‘ in Kooperation mit dem ‚Werkkreis Gütersloh‘, einer Werkstatt für behinderte Menschen“, berichtet Birgit Westerhoff, die eine der Berufspraxissstufen leitet: „Die Arbeitskisten werden im Rahmen der Berufsvorbereitung schwerstbehinderter, autistischer und in ihrer Entwicklung beeinträchtigter Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Mit ihrer Hilfe werden sie an arbeitsrelevante Tätigkeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen herangeführt. Sie eignen sich generell für alle Schülerinnen und Schüler, die klare Strukturen benötigen, um Aufgaben bewältigen zu können.“

Martina Arens, die Leitung der zweiten Berufspraxisstufe an der Schule, fügt hinzu, dass „mit Hilfe der Arbeitskisten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Arbeitsaufgaben in identischer Verpackung – einer Holzkiste – bei gleichbleibendem Arbeitsprinzip angeboten werden. Die Auswahl der Materialien ist altersentsprechend und arbeitsrelevant. Die Aufgabenstellungen orientieren sich an einfachen Tätigkeiten innerhalb einer Werkstatt für behinderte Menschen – etwa abzählen, eintüten, montieren. Durch den Einsatz visuell eindeutigen Materials sind die Aufgabenstellungen selbsterklärend.“

Ziel der Lern- und Arbeitsphasen mit den Arbeitskisten ist ein selbstständiges Arbeitsverhalten. Neben den Arbeitskisten zur Förderung berufsrelevanter Fähigkeiten wurden auch Arbeitskisten zur Förderung grundlegender Kompetenzen wie Feinmotorik , Auge-Hand-Koordination und lebenspraktische Fertigkeiten sowie leere Kisten, die entsprechend der individuellen Anforderungen einzelner Schüler gefüllt werden können, angeschafft.

„Wir freuen uns, auf diese Weise immer wieder verschiedene Bereiche unserer Schule konstant weiterentwickeln zu können“, sagt Schulleiterin Tina Klenke, die den Kollegen für ihre Engagement ebenso dankbar ist wie dem Förderer, der diese Anschaffung möglich gemacht hat.

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