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Paderborner St. Johannisstift: ein Chefarzt verabschiedet – zwei neue Chefärzte eingeführt

„Klinik ist ein Leuchtturm der Gefäßmedizin“

Paderborn

Ein besonderer Tag für das Evangelische Krankenhaus St. Johannisstift in Paderborn: In einer Festveranstaltung wurde der langjährige Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Dr. Bernhard Herwald, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurden die beiden neuen Chefärzte Oliver Urs von Haxthausen, Klinik für Gefäßmedizin und Diabetologie, und Klaus Christian Diederich, Klinik für Chirurgie, in ihre Ämter eingeführt.

Verabschiedung und Begrüßung (von links): Landrat Christoph Rüther, Chefarzt Klaus Christian Diederich, Vorstand Ute Panske, Dr. Bernhard Herwald, Vorstand Martin Wolf und Chefarzt Oliver Urs Freiherr von Haxthausen Foto: Jasmin Teutrine

Keine Frage: Dr. Bernhard Herwald, 2004 zum St. Johannisstift gekommen, ist einer der „Väter“ der Gefäßmedizin im St. Johannisstift. „Zusammen mit dem langjährigen Chefarzt Dr. Matzke bauten Sie sehr erfolgreich die Gefäßmedizin im St. Johannisstift auf und machten das Haus zu einem Leuchtturm der Gefäßmedizin in der Region“, lobt Martin Wolf, Vorstandssprecher im St. Johannisstift, die langjährige Arbeit des Chefarztes. Herauszuheben sei hierbei der in der Region einmalige integrative Ansatz, das gemeinsame angiologische wie auch chirurgische Angebot in einer Klinik. „In einer Zeit, in der sich die medizinischen Fachrichtungen immer weiter differenzieren, ist dies beispielhaft“, unterstrich Ute Panske, Geschäftsführerin des Krankenhauses.

Oliver Urs von Haxthausen

Diese Arbeit, von der viele Patienten profitiert haben, soll jetzt vom neuen Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin, Oliver Urs von Haxthausen, konsequent fortgesetzt werden. Von Haxthausen kam nach seiner medizinischen Aus- und Weiterbildung in Paderborn, Bielefeld, Stendal und Berlin vor sechs Jahren als Sektionsleiter „Gefäßmedizin“ zum St. Johannisstift. In dieser Zeit baute von Haxthausen in dieser Fachrichtung weitere medizinische Schwerpunkte auf, beispielsweise die Aortenchirurgie. „Maximale Patientenorientierung ist mir wichtig“, betonte der neue Chefarzt in der Festveranstaltung. „Der Patient muss verstehen, was medizinisch passiert, was gemacht wird, und er muss auf seine Behandlung Einfluss nehmen können.“

Ein bekanntes Gesicht in der Paderborner Medizin ist auch sein neuer Chefarzt-Kollege Klaus Christian Diederich, Chefarzt für Chirurgie, der ebenfalls 2016 zum St. Johannisstift gekommen ist. „Ihren besonderen medizinischen Fähigkeiten, beispielsweise in der laparaskopischen Tumorchirurgie mit sogenannten minimalinvasiven Operationstechniken, ist es zu verdanken, dass sich die Klinik in den vergangenen Jahren so positiv entwickelt hat“, freute sich auch Bert Morhenne, Stiftungsratsvorsitzender im St. Johannisstift.

Dabei sei Klaus Christian Diederich auch die Ausbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten ein besonders Anliegen. „Ich freue mich, wenn in wenigen Wochen die ersten Studentinnen und Studenten vom Uni-Campus Hamburg zum St. Johannisstift kommen“, sagte Diederich, „und wir im Bereich der Chirurgie einen Teil der universitären Ausbildung übernehmen dürfen.“

Christoph Rüther

Die wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung des St.-Johannisstift-Krankenhauses in der Region betonten auch Landrat Christoph Rüther und die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Kramm in ihren Grußworten. „Wir können froh und stolz sein, dass wir ein solches Krankenhaus hier in Paderborn haben“, bemerkte Rüther und blickte dabei auch auf die Corona-Pandemie. „Ich danke dem St. Johannisstift und auch den anderen Krankenhäusern in der Region für die riesengroße Leistung in den vergangenen zwei Jahren. Hier wurde mit einem besonderen Teamgeist Herausragendes geleistet.“

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