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Historiker Peter Longerich hält die Weimarer Republik für den Brandbeschleuniger des Antisemitismus - Vortrag in der Wewelsburg in Büren

Kluge Köpfe, grausame Phantasien

Büren

Die Formulierung „Wir und die Juden“ hält der Historiker Peter Longerich für verräterisch und bezeichnend für große Teile der deutschen Geschichte. Sie drücke aus, dass die Juden angeblich zu den Deutschen nicht dazugehören, sagte Longerich in der Wewelsburg in Büren. Warum und wie die Juden seit der Aufklärung im 18. Jahrhundert bis heute ausgegrenzt wurden, schildert er in seinem neuen Buch „Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte“. Seine Thesen stellte er in der ehemaligen „Ordensburg“ der SS vor.

Von Dietmar Kemper

Historiker Peter Longerich (Mitte) hat in der Wewelsburg sein neues Buch vorgestellt. Begrüßt wurde er von der Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg, Kirsten John-Stucke, und ihrem Stellvertreter Markus Moors. Foto: Dietmar Kemper

Der führende deutsche NS- und Holocaust-Forscher ist davon überzeugt, dass das Feuer für die Hölle, die im Nationalsozialismus über die Juden hereinbrach, nicht im Kaiserreich, wie vielfach angenommen, angefacht wurde, sondern in der scheinbar so toleranten Weimarer Republik.

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