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Ernennung durch Papst Franziskus am Mittwochmittag bekanntgegeben – Bischofsweihe am 26. September im Dom

Kolping-Präses Holtkotte wird neuer Paderborner Weihbischof

Paderborn

Pfarrer Josef Holtkotte (58), Bundespräses und damit geistlicher Leiter des katholischen Sozialverbandes Kolpingwerk Deutschland, wird neuer Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Seine Ernennung durch Papst Franziskus wurde am Mittwoch zeitgleich in Rom und Paderborn bekanntgegeben.

Von KNA/WB

Pfarrer Josef Holtkotte wird neuer Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Papst Franziskus hat den 58-jährigen Priester und derzeitigen Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland zum Titularbischof von Simingi und neuen Weihbischof im Erzbistum Paderborn ernannt. Foto: Tobias Schulte/Erzbistum Paderborn

Holtkotte folgt auf Hubert Berenbrinker (71), der im Herbst vergangenen Jahres aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Weihbischof niedergelegt hatte.

Die Bischofsweihe soll am 26. September im Paderborner Dom stattfinden.

Als Weihbischof unterstützt Holtkotte den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in der Leitung der westfälischen Erzdiözese. Seit 2012 ist der Pfarrer als Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland mit Sitz in Köln tätig und seit 2014 zugleich Präses des Kolpingwerkes Europa. Der Geistliche gehört der Synodalversammlung des Reformprozesses Synodaler Weg an, mit dem die katholische Kirche in Deutschland einen Weg in die Zukunft sucht.

Kolping-Bundesvorsitzende Ursula Groden-Kranich zeigte sich erfreut über die Ernennung. „Ich habe Josef Holtkotte als exzellenten Prediger kennen und schätzen gelernt, dem es gelingt, die Frohe Botschaft den Menschen in guter Art und Weise nahezubringen.“ Er sei ein überzeugender, dialogbereiter und sympathischer Seelsorger, weshalb sich viele Menschen mit ihren persönliche Sorgen an ihn wendeten.

Zur Person: Holtkotte wurde 1963 in Castrop-Rauxel geboren. Nach dem Theologie- und Philosophiestudium in Paderborn und Wien empfing er 1990 die Priesterweihe. Es folgten Jahre als Vikar in Verl und Paderborn. Von 1997 bis 2005 war er als Diözesanpräses des Paderborner Kolpingwerkes Diözesanverband. Anschließend arbeitete er als Pfarrer in Sankt Jodokus in Bielefeld und wurde mit der Studierendenseelsorge in der Stadt Bielefeld beauftragt, bevor er 2012 Bundespräses des Kolpingwerkes mit Sitz in Köln wurde (seit 2014 zugleich Europapräses des Kolpingwerkes Europa). In seinen Ämtern ist er Mitglied der Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland. Der nach dem Kerpener Schuhmachergesellen und späteren Geistlichen Adolph Kolping (1813-1865) benannte Verband zählt rund 220.000 Mitglieder. Schwerpunkte der Arbeit sind die Bildung junger Menschen, die Arbeitswelt, die Familie und die „Eine Welt“.

Das Erzbistum Paderborn umfasst 19 Dekanate mit 627 Pfarrgemeinden in 114 Seelsorgeeinheiten (Pastoralverbünde und Pfarreien). Mit seinen rund 1,5 Millionen Mitgliedern nimmt es Rang fünf unter den 27 deutschen Diözesen ein. Zugleich ist Paderborn mit 7,15 Milliarden Euro aber das reichste deutsche Bistum.

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