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Neue Aspekte für Standortsuche: Gemeinsamer Vorstoß der Bürgermeister von Stemwede und Rahden zum Klinikneubau im Altkreis Lübbecke

„Könnten Grundstück kostenfrei anbieten“

Stemwede/Rahden/Lübbecke/Espelkamp

Die beiden Bürgermeister Kai Abruszat und Dr. Bert Honsel sind sich einig: „Stemwede und Rahden werden mögliche Grundstücksflächen für den vom Kreis Minden-Lübbecke und den Mühlenkreiskliniken geplanten Neubau eines Krankenhauses für das Lübbecker Land in den Blick nehmen.“

In Sachen „neuer Klinikstandort“ haben Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel (l.) und Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat einen gemeinsamen Vorstoß unternommen.

So heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Verwaltungschefs vom Donnerstag, 17. Februar. Rahden und Stemwede schließen demnach nicht aus, sich gemeinsam möglicherweise am aktuell laufenden Wettbewerbsverfahren zu beteiligen.

Dazu haben beide Bürgermeister in ihren jeweiligen Verwaltungen eine Steuerungsgruppe eingesetzt. „Ziel ist es, das von den Kliniken festgelegte, durch ein eigenes Beratungsunternehmen erstellte Anforderungsprofil für eine geeignete Entwicklungsfläche zu Gunsten des Klinikneubaus mit möglichen Arealen in beiden Kommunen in Einklang zu bringen“, betonen Abruszat und Honsel.

Nach jetzigem Stand wird Rahden sein Krankenhaus verlieren. Die Rahdener und Stemweder müssten nach einem Neubau im Bereich Lübbecke/Espelkamp weitere Wege auf sich nehmen. Ein Standort im Norden des Altkreises ist nach Ansicht der Bürgermeister von Stemwede und Rahden durchaus attraktiv. Foto: Michael Nichau

„Auch wenn sich der Kreistag in seiner Sitzung Anfang Februar durch Beschluss auf die Städte Lübbecke und Espelkamp beschränkt hat, sind wir überzeugt davon, dass auch Grundstücke in Stemwede und Rahden die entscheidenden Kriterien und Vorgaben erfüllen können,“ bekräftigen Stemwedes und Rahdens Bürgermeister übereinstimmend. Dieses gelte sowohl für die Mindestgrundstücksgröße von 10 Hektar als auch für die Erreichbarkeit der sogenannten 20-Minuten-Fahrtzeitzone.

„Wir gehen fest davon aus, dass wir auch Flächen in Stemwede und Rahden zur Diskussion stellen können, die geeignet sind, dass 60 Prozent und mehr der heimischen Bevölkerung innerhalb der definierten 20-Minuten-Fahrtzeitzone den neuen Standort erreichen,“ sind Abruszat und Honsel zuversichtlich.

Sowohl die L 770 als Ost-West-Tangente als auch die B 239 als Nord-Süd-Verbindung stellten wesentliche Verkehrs-Achsen dar, die geeignet seien, die Erreichbarkeit eines Standortes für die Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Standortfrage für einen Klinikneubau im Altkreis Lübbecke ist für Kai Abruszat und Dr. Bert Honsel aus Stemweder und Rahdener Sicht sehr wichtig. Sie halten gemeinsam ihre beiden Kommunen als Standort für geeignet. Dort gibt es für die Mühlenkreiskliniken bislang „Konkurrenz“, wie das St. Elisabeth-Krankenhaus in Damme (Foto) oder das Krankenhaus in Ostercappeln. Foto:

Vorstellbar sei zudem, dem Kreis ein Grundstück für den Klinikneubau kostenfrei anzubieten. „Vielleicht führt das dann dazu, dass die Vertreterinnen und Vertreter des Kreises sich mit den berechtigten Interessen der Bürger aus Stemwede und Rahden noch intensiver beschäftigten“, betonen die Bürgermeister. „Uns ist schon klar, dass der Kreistag ein neues Krankenhaus vermutlich eher in Espelkamp oder Lübbecke errichten möchte. Unser gemeinsamer Vorstoß soll aber dazu dienen, die Auswahl von Potenzialflächen zu erhöhen.“ Stemwede und Rahden seien attraktive und erfolgreiche Kommunen, die den Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden der Region nicht zu scheuen brauchten.

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