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Verdachtsfälle auch in Bielefeld - Vor einer Woche erste Infektion im Kreis Warendorf

Affenpocken erreichen Kreis Gütersloh

Gütersloh/Bielefeld

Im Kreis Gütersloh gibt es den ersten bestätigten Fall von Affenpocken. Die Person soll sich außerhalb des Kreises infiziert haben und befindet sich in Isolation.

Von Bernhard Hertlein

Affenpockentest.  Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS

Nach Angaben des Kreises Gütersloh ist das Gesundheitsamt aktuell dabei, die Kontaktpersonen zu ermitteln. Nähere Angaben zum Wohnort und zur infizierten Person wurden aus Datenschutzgründen nicht gemacht.

Indessen gibt es auch in Bielefeld zwei Verdachtsfälle, die sich allerdings nicht bestätigten.

Erst vor einer Woche war im Kreis Warendorf der erste bestätigte Fall einer Infektion mit Affenpocken gemeldet worden. Dabei handelt es sich um einen Mann aus Beckum. Auch er hatte sich außerhalb des Kreises angesteckt. Das Gesundheitsamt des Kreises steht mit dem Mann in Kontakt.  Der Mann ist inzwischen laut Gesundheitsamt komplett symptomfrei. Er habe lediglich in den ersten Tagen leichte Gliederschmerzen und Lymphknotenschwellungen verspürt, denen vereinzelte Hautläsionen gefolgt seien.

Anfang Juli überschritt die Zahl der Infektionen mit Affenpocken die Grenze von 1000. Inzwischen sind es laut Robert Koch-Institut 1385.  Das RKI geht davon aus, dass sie weiter steigt. „Es wird bis zum Spätsommer oder Frühherbst dauern, bis wir sehen, ob die Bemühungen, den Ausbruch einzugrenzen, erfolgreich waren“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade vor wenigen Tagen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein Abflachen der Kurve erwarte er erst in einigen Wochen. Grund dafür sei unter anderem die lange Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen, so Schaade. Eine Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein.

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