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Extrembergsteiger (29) aus Borgholzhausen will Mount Everest allein im Winter besteigen

Alpinist Jost Kobusch bricht Zelte vorerst ab

Kathmandu/Borgolzhausen

Extrembergsteiger Jost Kobusch hat seinen Versuch, den höchsten Berg der Welt allein im Winter und ohne Sauerstoffgerät zu besteigen, abgebrochen. Der starke Wind am Mount Everest hatte dem 29-Jährigen in den vergangegen Monaten das Leben immer wieder schwer gemacht.

Von Dunja Delker

Bergsteiger Jost Kobusch. Foto: Daniel Hug/Jost Kobusch /dpa/Archivbild

Bereits Ende Oktober war der Borgholzhausener, der inzwischen in Chamonix am Fuße des Mont Blanc zuhause ist, nach Nepal aufgebrochen. Doch bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern war der finale Aufstieg vom Basislager zum Gipfel nahezu unmöglich, so dass Kobusch häufiger abbrechen musste. Auch der finale Aufstieg in der vergangenen Woche scheiterte. Er schaffte es bis auf knapp 6500 Meter. Montagnachmittag ging's zurück ins Basislager.

Jetzt steht im Himalaya der Frühling vor der Tür.  "Das Basislager heute abzubauen war eine Blitzaktion", schrieb Kobusch am Dienstagabend bei Instagram. Seine Ausrüstung habe in acht Taschen gepasst. "Wirklich erstaunlich, mit wie wenig Ausrüstung man so ein Projekt in Angriff nehmen kann."

Abgehakt ist das Ziel, als erster Mensch den Mount Everest im Winter allein und ohne Sauerstoff zu erklimmen, für Jost Kobusch aber nicht: Es seien noch jede Menge Vorräte übrig, die beim nächsten Versuch zum Einsatz kommen können, schreibt der Alpinist weiter.

Die Aktion im vergangenen Winter 2021/22 war bereits der zweite Versuch nach 2019/2020. Die Vorräte würden in den nächsten Tagen abgeholt und in seinem Basislager in Kathmandu verstaut. Kobusch selbst war am Mittwoch laut Live-Tracking bereits auf 4000 Höhenmeter hinabgestiegen.  Für den Borgholzhausener ist diese Aktion ein Langzeitprojekt.

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