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Standortfrage für den städtischen Bauhof ist nach wie vor ungeklärt – Politiker beraten weiter

An der Sundernstraße ist genugPlatz für den Fuhrpark

Borgholzhausen (WB/jog). Im Mai haben sich die Mitglieder des Bauausschusses über die Situation des städtischen Bauhofs an der Masch informiert. Jetzt stand ein Ortstermin am Alternativstandort Sundernstraße an. Trotz ausgiebiger Beratung in den Fraktionen wurde der entscheidende Durchbruch bisher aber nicht erzielt. und auch jetzt wieder vertagt.

Für Kopfzerbrechen sorgt weiterhin die Standortfrage beim städtischen Bauhof. Architekt Hermann Keuch (4. von links) erläuterte den Mitgliedern des Bauausschusses die Pläne bei einem Ortstermin an der Sundernstraße. Foto: Johannes Gerhards

Beide Standorte haben Vor- und Nachteile. Für die Masch sprechen vor allem buchhalterische Argumente, denn diese Lösung wäre mit rund 1,2 Millionen Euro um etwa 500.000 Euro günstiger als ein Umzug an die Sundernstraße, für die rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt werden. Dafür könnten dort sämtliche Fahrzeuge und Geräte untergebracht werden, zudem steht eine Erweiterungsfläche für Hackschnitzellager und ein Heizwerk zur Verfügung.

Keine Idee für Folgenutzung

Großes Manko im Falle einer Verlegung ist dagegen die Folgenutzung des Grundstücks an der Masch. »Dafür fehlt uns ein Stück weit die Fantasie«, gibt Bürgermeister Dirk Speckmann zu. Er favorisiert den alten Standort und hat zuletzt die Idee eines in den Baukörper integrierten Multifunktionsraumes für Tanz und Gymnastik ins Gespräch gebracht. Eine derartige »Bürgerbegegnungsstätte« lehnen dagegen einige Anwohnern ab, die in diesem Falle sogar ihre Zusage für bauliche Veränderungen zurückziehen

Sehr klar positioniert sich die FDP. Angesichts des Zeitraums bis zu 50 Jahren, für den die Anlage geplant werde, relativierten sich die Mehrkosten, sagt Jürgen Aufderheide, der den »Empfehlungen der Praktiker« wie Bauhofleiter Klaus-Dieter Thias und Fred Peters vom Bauamt folgen möchte. Auch Helmut Lepper spricht sich im Namen der CDU-Fraktion für die Sundernstraße aus. Grund: die Steigerung der Lebensqualität zwischen Freibad, Kindergarten und Generationenpark.

Ausschuss berät Sport- und Sozialnutzung

Ina Bormann (Grüne) bevorzugt aus finanziellen Gründen den alten Standort, auch um flächensparend zu bauen und keine neuen Gebiete zu versiegeln. »Mit Bauchschmerzen und Unbehagen auch angesichts der unbefriedigenden Nachnutzung« signalisiert Reiner Meyerhoff zunächst die Zustimmung der BU.

Nicht geschlossen zeigt sich dagegen die SPD, deren Mehrheit für die Masch wäre. Angesichts »heterogener Überlegungen und fragiler Entscheidungsgrundlagen in den Fraktionen« schlägt Vorsitzende Arnold Weßling weitere interne Beratungen vor, zumal die Sport- und Sozialnutzung auch auf der Tagesordnung des Fachausschusses am Montag stehe.

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