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Junge (12) gerät auf Erlebnishof in Borgholzhausen unter Traktor und stirbt

„Bauer Bernd“ schließt Spielparadies vorübergehend

Borgholzhausen

Der Betreiber des Erlebnisspielhofes  „Bauer Bernd“ in Borgholzhausen, auf dem ein 12-jähriger Junge tragisch ums Leben gekommen ist, hat sich nun doch anders entschieden:  Das Spielparadies für Kinder bleibt vorübergehend geschlossen.

Von Stefan Küppers

Das Gelände des Erlebnishofes mit Maislabyrinth und ähnlichen Attraktionen an der Bielefelder Straße in Borgholzhausen ist bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Foto: Christian Müller

Wie ausführlich berichtet, ist ein Kind am vergangenen Donnerstag (28. Juli) auf dem Erlebnishof bei einem Unfall  ums Leben gekommen. Der Junge hatte sich ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge dem Traktor, den ein 46-jähriger Hofmitarbeiter steuerte und der ein großes Wasserfass mit sich führte, seitlich genähert und war in der Folge vom Anhänger überrollt worden. Dabei zog sich der Junge so schwere Verletzungen zu, dass er trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstarb. 

Schneller Weiterbetrieb wurde kontrovers diskutiert

 Hofbetreiber Bernd Grewe hatte sich nach Rücksprache mit den Eltern des verstorbenen Jungen zunächst für eine Wiedereröffnung des Hofes am Freitag entschieden. Von den Eltern des verstorbenen Jungen, der aus der näheren Umgebung in Borgholzhausen stammt und auf dem Hof in den Ferien ein regelmäßiger Gast war, berichtete der Betreiber, dass diese ihn in der Wiedereröffnung bestärkt hätten. Es wäre im Sinne ihres Sohnes, hieß es.

Nachdem der schnelle Weiterbetrieb insbesondere in sozialen Medien kontrovers diskutiert worden war, kam der Hofbetreiber kurzfristig zu einer anderen Entscheidung. Auf der Homepage von "Bauer Bernd" und des Maislabyrinths Borgholzhausen teilt das Team mit, dass der Erlebnishof am Wochenende (30. und 31. Juli) aufgrund des tragischen Unfalls geschlossen bleibt.

Im weiteren heißt es: "In tiefer Betroffenheit sind wir in Gedanken bei der Familie und brauchen diese Unterbrechung." Am Montag sei man dann für die  Besucher wieder da. Das sei auch im Sinne der Eltern des verunglückten Kindes, wird hinzugefügt.

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