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Apotheker Lars Rohde aus Werther über die Nutzung von FFP2-Masken im Alltag

„Der richtige Gebrauch macht‘s“

Werther

In Geschäften, Bussen und Bahnen müssen anstelle der Alltagsmasken jetzt FFP2-Masken oder zumindest OP-Masken getragen werden. FFP2-Masken sollen 95 Prozent der Schadstoffe und Aerosole in der Luft filtern, dienen damit dem Selbstschutz, schützen aber auch andere. Auch Apotheker Lars Rohde hält sie zumindest bei korrektem Gebrauch in der derzeitigen Corona-Lage für sinnvoll.

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Eine FFP2-Maske mit CE-Kennzeichnung. Foto: dpa

Rohde betreibt unter anderem in Werther die Markt-Apotheke und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Gleich vorweg: „Ja, es gibt bei uns ausreichend FFP2-Masken, und bislang geht es bei uns mit der Nachfrage auch noch gesittet zu“, sagt Rohde. Weil seit einigen Tagen besonders gefährdete Menschen per Post je zwei Coupons für jeweils sechs FFP2- oder vergleichbare medizinische Masken erhalten, habe man vorab entsprechende Mengen geordert, beruhigt der Apotheker. „Und zwar in Deutschland hergestellte, zertifizierte Ware.“

Weiterhin auch an Abstands- und Hygieneregeln halten

Machen die Masken Sinn? „Auf jeden Fall sind sie als Schutz vor einer Corona-Infektion besser als manches andere, was wir schon bei Menschen alles vor dem Gesicht gesehen haben“, sagt Lars Rohde augenzwinkernd. Er verweist nebenbei auf die Tatsache, dass auch in Apotheken selbst schon lange FFP2-Masken getragen würden und es seines Wissens in deutschen Apotheken bisher kaum Infektionen gebe. „Weiterhin sollte man sich dennoch an die bekannten Abstands- und Hygieneregeln halten.“

Es komme außerdem auf den richtigen Gebrauch der Masken an: „Offiziell sind sie zum einmaligen Gebrauch bestimmt.“ Sobald die Masken feucht werden, beim Atmen oder Waschen, verringert sich ihre Filterleistung. Manche Fachleute raten dazu, eine FFP2-Maske nach einmaligem Gebrauch sieben Tage durchgehend an der Luft trocknen zu lassen – und sie maximal fünfmal zu verwenden.

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