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Borgholzhausen: Kita-Kräften wird Fehlverhalten gegenüber Kind (5) vorgeworfen

DRK stellt drei Kita-Mitarbeiterinnen frei

Borgholzhausen

In der vom DRK betriebenen Kita „Brummihof“ in Borgholzhausen soll es – ausgehend von drei pädagogischen Mitarbeiterinnen – zu einem Fehlverhalten gegenüber einem Kind gekommen sein. Das DRK hat einen entsprechenden anonymen Hinweis erhalten und ist diesem nachgegangen. In der Konsequenz wurden die drei Mitarbeiterinnen freigestellt.

Blick auf die vom DRK geführte Kita „Brummihof“ hinter einem Lärmschutzwall im interkommunalen Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold in Pium. DRK-Kreisvorstand Foto: Münstermann

Das Deutsche Rote Kreuz, Betreiber der Borgholzhausener Kindertageseinrichtung „Brummihof“, hat drei pädagogische Mitarbeiterinnen der Kita von sämtlichen dienstlichen Pflichten entbunden und bis auf Weiteres freigestellt. Dies hat das DRK am Mittwoch mitgeteilt.

Mit dieser Personalentscheidung habe der DRK-Kreisverband umgehend auf einen anonymen Hinweis reagiert, heißt es in einer Erklärung. Der Hinweis sei bei der für Kindertagesstätten zuständigen Abteilungsleiterin in Gütersloh eingegangen. Dem Hinweis nach sollen sich die drei betreffenden Mitarbeiterinnen über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten gegenüber einem fünfjährigen Kind in pädagogisch unverantwortlicher Weise verhalten haben. Zweifelsfrei erwiesen sei zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Ereignisse keinen sexuellen Hintergrund haben, teilte das DRK mit.

DRK-Kreisvorstand Dennis Schwoch

„Wir werden den Vorwürfen intensiv nachgehen. Sollten sich diese als wahr erweisen“, sagt DRK-Kreisvorstand Dennis Schwoch, „müssen wir hier von einem völlig indiskutablen Vorgehen sprechen, das sich in keinster Weise mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes vereinbaren lässt.“

In einer ersten Reaktion hat das DRK neben zuständigen Behörden wie dem Landesjugendamt in Münster, dem Kreisjugendamt in Gütersloh und der Stadt Borgholzhausen auch den Elternrat der Kita informiert. Für Donnerstag sind alle Eltern zum Informationsgespräch eingeladen.

„Uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Behörden“

„Wir werden alles daransetzen, die Vorfälle und Vorwürfe lückenlos aufzuklären und sichern dabei allen Beteiligten größtmögliche Transparenz zu. Den Behörden gegenüber haben wir unsere uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt“, sagt Schwoch, der – ebenso wie seine Vorstandskollegin Ilka Mähler – größtes Bedauern über den Fall zum Ausdruck bringt.

Auch aus datenschutzrechtlichen Gründen habe das DRK entschieden, bis zur Klärung der Vorfälle öffentlich über die aktuelle Pressenformation hinaus keine weitere Stellungnahme abzugeben.

„Es muss wieder Ruhe einkehren in die Einrichtung. Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt daher in der jetzigen Situation den uns anvertrauten Kindern und ihren Eltern. Wir setzen alles daran, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen“, sagt Dennis Schwoch. Darüber hinaus komme es jetzt darauf an, die stark verunsicherten Mitarbeiterinnen zu ermutigen.

Um das Team bei diesem Prozess zu unterstützen, habe das DRK vorübergehend Fachkräfte aus benachbarten eigenen Einrichtungen an den „Brummihof“ entsandt, heißt es in der Pressemitteilung.

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