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Westbarthausener Schützen wissen zu feiern: Da schiebt auch der Landrat die Akten gern beiseite

Hier lässt der Adler noch kräftig Federn

Borgholzhausen (WB). Für’s Feiern sind sie kreisweit bekannt, die Westbarthausener Schützenbrüder und -schwestern. Deswegen kommt Landrat Sven Georg Adenauer auch gerne in jedem Jahr vorbei. »Es gefällt mir ausgesprochen gut, dass es hier Menschen gibt, die die Tradition pflegen«, lobt er bei seinem Grußwort.

Johannes Gerhards

Tanzen auf den Tischen (von links): Beate Pudel, Landrat Sven Georg Adenauer, Laura Wermeling, Bürgermeister Dirk Speckmann, Birgit Wussow, Maren Wermeling und Pia Heidmann. Foto: Johannes Gerhards

Bürgermeister Dirk Speckmann bittet die Schützen inständig darum, ihm »keinen Kummer zu bereiten«. »Ich will einen König oder Kaiser«, sagt er und spielt damit auf die königslose Schützensaison in Borgholzhausen an. Um kurz vor 14 Uhr geht sein Wunsch in Erfüllung, als Hartmut Wieland den Vogel abschießt und seine Partnerin und Königin Serpil Eusterholz glücklich in die Arme schließt.

Revival Party mit 500 Gästen

Zum Auftakt der vier tollen Tage haben mehr als 500 ausgelassene Gäste am Freitagabend zum fünften Mal die »Country-Club-Revival Party« mit Bingo, Weinbrandstunde und dem Sound der 70er und 80er Jahre gefeiert. Nach dem Gottesdienst Sonntagmorgen hieß es um 14 Uhr: Antreten zum großen Festumzug von Hof Bockschatz durch das Dorf zum Festplatz. Der Feuerwehrmusikzug Oesterweg sorgte für passende musikalische Untermalung. Auch Dirk Speckmann marschierte mit, während das amtierende Schützenpaar Frank und Beate Pudel sich samt Hofstaat im geschmückten Wagen transportieren ließ.

Während sich die einen vom Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft die gute Laune trüben ließen, schossen Schüler und Jugend um die Königswürde. Neuer Kinderkönig wurde Noah Neumann. Er wählte sich Malina Kertscher zur Königin. Jugendkönig Lucas Guhe und Prinzessin Olivia Otte repräsentieren für ein Jahr die »wilden Schützen«. Am Montag marschieren die Schützen erneut auf, diesmal unterstützt vom Musikverein Füchtorf unter Leitung der gut aufgelegten Bianca Kaup.

Abschied durch ein Spalier

»Es ist doch viel schöner hier, als im Büro über Akten zu brüten«, findet auch Sven Georg Adenauer, bevor er mit dem ersten Schuss auf den Kopf des Adlers das am Pfingstmontag begonnene Königsschießen fortsetzt. Dann heißt es für ihn und den Bürgermeister: Schuhe aus und rauf auf die Tische. Vorher haben beide anregende Getränke spendiert, bei seinem Abschied muss der Landrat sich durch ein Spalier der Schützenschwestern zwängen.

Unterdessen haben Christian Wolframm den Kopf und Tanja Braham den Stoß des Adlers getroffen. Es beginnt die entscheidende Phase. Serpil Eusterholz bringt den Adler bereits arg ins Wanken, bevor Hartmut Wieland als neuer Schützenkönig feststeht.

Hartmut Wieland trifft

Er ist gleichzeitig Platzwart in Westbarthausen und als schichtführender Schlossermeister bei der Firma Bartling beschäftigt, wo auch seine Lebensgefährtin arbeitet. Zum neuen Thron gehören neben Oberst Alfred Giannotti und seiner Frau Marianne auch Ernst und Angelika Schmiedeke, Wolfgang und Elisabeth Haring sowie Thomas und Astrid Guhe.

Mit der feierlichen Proklamation fand am Montagabend das Westbarthausener Schützenfest einen würdigen Abschluss.

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