Anlaufstelle im Altkreis Halle bei Problemen rund um Partnerschaft und Familie

Rat in allen Lebenslagen

Halle

In mehr als der Hälfte ihrer Beratungen geht es um Stress in der Partnerschaft, um Trennung und Scheidung. „Doch so belastend die Situation für die Beteiligten ist, so wichtig ist es, dass sie vernünftig miteinander umgehen“, betont Andrée Sidortschuk.

Volker Hagemann

Das Schinkenhaus auf dem Areal der Remise in Halle bietet einen geschützten Raum zur individuellen Beratung. Von links: Frieda Neufeld (Kreisfamilienzentrum), Monika Causemann und Andrée Sidortschuk (beide von der Evangelischen Familien- und Erziehungsberatungsstelle). Foto: Volker Hagemann

Ab sofort bietet die Diplom-Pädagogin eine offene Sprechstunde immer donnerstags von 14 bis 15 Uhr im Schinkenhaus an, gegenüber dem VHS-Eingang an der Haller Kiskerstraße 2 – und darüber hinaus nach individueller Vereinbarung.

„Es soll ein niedrigschwelliges Angebot sein, man soll sich nicht scheuen, diese kostenlose Beratung in Anspruch zu nehmen“, betont Andrée Sidortschuk, die für die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (FEB) der Diakonie arbeitet. Solche Sprechstunden gibt es in Halle, Steinhagen, Borgholzhausen, Werther und Versmold; die Kooperation mit dem Kreisfamilienzentrum soll intensiviert werden.

Klar machen: „Nach einer solchen Beratung kann es Euch besser gehen“

Wie Sidortschuk hat auch FEB-Leiterin Monika Causemann jahrelange Erfahrung in dieser Beratung: Als Familientherapeutin weiß Causemann: „Es ist wichtig, möglichst beide Partner bzw. Ex-Partner zu gewinnen, um Vertrauen aufzubauen, um ihnen klar zu machen: Nach einer solchen individuellen Beratung kann es Euch besser gehen. Da geht es auch um gegenseitige Wertschätzung.“ Und Andrée Sidortschuk ergänzt: „Rat zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.“

Das gilt für die Familien- und Erziehungsberatung generell: Als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin hat Andrée Sidortschuk ebenso ein offenes Ohr für die Probleme Jugendlicher oder ihrer Familien. „Wenn Kinder und Jugendliche überfordert sind, in Familie, Schule oder Freundeskreis, wenn sie depressiv sind, dann hören wir zu und geben Rat – Ihnen und/oder den Eltern. Dieser Bedarf hat in Corona-Zeiten zugenommen, weil Freizeitangebote wegbrechen.“

Wegen der Coronaschutzverordnung müssen sich Ratsuchende derzeit noch vorab anmelden, unter Telefon 05201/18470 oder per E-Mail: feb@diakonie-halle.de.

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