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Seit 20 Jahren ist der Erlebnishof von „Bauer Bernd“ in Borgholzhausen ein Besuchermagnet

Reise auf dem „Fliegenden Teppich“

Borgholzhausen (WB). Der „Fliegende Teppich“ kommt selten zur Ruhe, das kreative „Fluggerät“ ist ein Besuchermagnet bei Kindern – und Erwachsenen: Eine stabile Stroh-Matten-Konstruktion wird vom Traktor über einen ständig veränderten, holprig-hügeligen Parcours gezogen. Eine der vielen Attraktionen bei „Bauer Bernd“. In diesen Tagen feiert der Erlebnisbauernhof an der Bielefelder Straße in Borgholzhausen sein 20-jähriges Bestehen.

Sandra Homann

Ab auf die Matte: Obwohl der Traktor eher langsam unterwegs ist, wird die Runde auf dem „Fliegenden Teppich“ wegen des hügeligen Untergrunds zum rasant-aufregenden Erlebnis für die kleinen Teilnehmer. Foto: Volker Hagemann

Einen Geburtstag im Jahr 2020 zu feiern, ist nicht einfach. Die Hofbetreiber Bernd und Annette Grewe und ihre Crew wollen trotzdem das Beste daraus machen. Sie laden nicht für ein bestimmtes Datum ein, sondern haben sich für die Herbstferien etwas Originelles ausgedacht – zusätzlich zum umfangreichen Programm, das es hier die ganze Woche über zu erleben gibt. So hat jetzt im Hanf-Mais-Labyrinth der Kolbenkönig einen Ausflug mit seiner neuen Kürbiskutsche gemacht. Doch dabei hat er seine goldene Krone verloren. Unter allen, die helfen, sie wiederzufinden, werden Preise vom Kettcar bis zum Tannenbaum verlost.

Mais-Labyrinth und Kettcar-Parcours

Der „Fliegende Teppich“, das Labyrinth, der Kettcar-Parcours und all die weiteren Stationen auf dem neun Hektar großen Areal sind nach und nach entstanden und bis heute immer weiter gewachsen. „Mit einem ziemlich groß geratenen 18. Geburtstag fing seinerzeit alles an“, erinnern sich die Grewes. „Die Idee, auch anderen zu ermöglichen, ihre Feier auf einen Bauernhof zu verlegen, war geboren.“ Und für die ersten Spielstationen auf dem Hof habe man anfangs noch nicht einmal Eintritt genommen, weiß Mitarbeiterin Anja Große-Wächter.

Sie betont aber auch, dass trotz des Erlebnis-Charakters bis heute parallel dazu die Landwirtschaft geblieben sei: „Schon Bernds Vater hielt Schweine. Bernd baut heute Weizen, Gerste, Zuckermais und Nutzhanf an.“ Die Liebe zum süßen Mais pflanzte sich bei Bernd Grewe während eines Aufenthalts in Kanada ein. Es kamen viele Ideen dazu. Wie die Sache mit dem Hanf: Was einerseits Nutzpflanze ist, hat auch in vielfältiger Form in der Küche Einzug gehalten; zahlreiche Hanfprodukte gibt es neben vielen weiteren Leckereien im Hofladen.

Treffen mit Wollschweinen, Ponys, Ziegen und Kaninchen

Und während die Großen im Laden stöbern, draußen Kaffee und Tee, Kuchen oder Bratwurst genießen, stehen den kleinen Besuchern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten auf dem Gelände und auf der Deele zur Verfügung, auf der Hüpfburg, beim Swingolf und Fußballgolf. Können sie am Modell noch das Kühemelken üben, so gibt es einige Meter weiter auch Begegnungen mit lebendigen Tieren wie den Wollschweinen, Ziegen, Ponys, Hühnern, Kaninchen, Hunden und Katzen.

Selbst für die kalte Jahreszeit ist der Hof gut vorbereitet. Feuerstellen werden die wartenden Eltern beim Punsch erfreuen, ebenso kann man Kürbisse und Tannenbäume in Augenschein nehmen. „Und im Zirkuswagen gibt es bald Flammkuchen“, sagt Anja Große-Wächter. Annette Grewe sprüht vor weiteren Ideen: Sie hat Dinge wie experimentelle Kochkurse im Hinterkopf oder das Pressen von Ölen.

Auf dem Hof spürt man die Kreativität, die bestimmt in den nächsten 20 Jahren auch nicht ausgehen wird. Aktuell müssen die jeweils geltenden Corona-Regeln beachtet werden: Maskenpflicht im Hofladen und in den sanitären Anlagen, Tagesbesucher müssen sich vorab online auf www.maislabyrinth-borgholzhausen.de anmelden.

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