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Jahreshauptversammlung LC Solbad Ravensberg: Jubiläumsfeier wird nachgeholt

Sportvereine planen Kooperation

Borgholzhausen(WB). Tags darauf sollten der Brockhagener Volkslauf und die Feierlichkeiten zum Jubiläum „50 Jahre Leichtathletik in Borgholzhausen“ steigen – abgesagt! Wie in diesem Jahr auch der Versmolder Triathlon, die Piumer „Nacht“, der Böckstiegel-Lauf und viele externe Startgelegenheiten für die Aktiven des LC Solbad Ravensberg. Corona hat Leichtathleten und Ausdauersportler ausgebremst.

Gunnar Feicht

Diese Jugendlichen sind als Sportler des Jahres ausgezeichnet worden (von links): Bjarne Heidner, Julia Speckmann, Lina Speckmann, Till Heienbrok, Sarah Strothmann. Foto: Gunnar Feicht

Die Jahreshauptversammlung bewies jedoch, dass der Verein keineswegs die Füße still hält. „Ein großes Dankeschön an alle, die dazu beitragen, dass wir die Corona-Situation meistern und unsere Angebote von den Lauftreffs bis zum Jugendtraining nach der Zwangspause unter erschwerten Bedingungen wieder auf die Beine gestellt haben.“

Jubiläumsfeier mit Modenschau

Vorsitzender Hubert Kaiser lobte die Einsatzbereitschaft von Übungsleitern und Helfern. Als Beispiel nannte er das Läufersportfest Ende August im Stadion: Rund 40 Ehrenamtliche stemmten den großen Organisationsaufwand unter Corona-Schutzbedingungen. Der Dank der Teilnehmer bedeutete einen Imagegewinn für den LC.

Weitere Ideen werden umgesetzt: Am Samstag, 21. November, soll der 2009 letztmals ausgetragene Berg-Einzelzeitlauf zum Luisenturm wieder aufleben. Das Konzept des LC mit einem Reglement für maximal 300 Teilnehmer im Einzelstart-Verfahren bei festen Zeitabständen ist in der Genehmigungsphase. Die Jubiläumsfeier zum 50. will der Verein am 15. Mai 2021 im Haus Hagemeyer nachholen – wenn alles klappt mit einer „Modenschau“ der Sport- und Laufbekleidung aus den vergangenen 50 Jahren.

Coronabedingt nahmen nur rund 30 der insgesamt 680 LC-Mitglieder an der vom Frühjahr auf Oktober verschobenen Versammlung teil. Der Vorstand genießt weiterhin das Vertrauen: Vorsitzender Hubert Kaiser und seine Stellvertreter Andrea Kahl und Walter Stönner wurden einstimmig wiedergewählt. Geschäftsführerin Sabine Lünstroth erntete große Anerkennung der Kassenprüfer für ihre akribisch geführte Finanzbuchhaltung. 2019 hat der Verein 23.000 Euro für vier Flutlichtstrahler im Stadion investiert, damit auch im Winterhalbjahr abends auf der Laufbahn trainiert werden kann. Daraus resultiert ein Jahres-Minus von 4300 Euro, das dank beachtlicher Rücklagen und der Einnahmen aus selbst organisierten Veranstaltungen aber zu verkraften ist.

Junge Sportler des Jahres

Den Titel Sportler des Jahres 2019 hat sich gleich eine ganze Gruppe junger Talente verdient: Malin Bruhns, Bjarne Heidner und Julia Speckmann erkämpften sich mit Topleistungen die Bronzene Bestennadel des Leichtathletik-Verbandes für Platzierungen unter den Top 30 in der deutschen Jahresbestenliste. Unterstützt von Lina Speckmann gewannen sie als Team den NRW-Staßenlaufcup über 5 km und neben Heidner erzielten auch Till Heienbrok und Sarah Strothmann in der vergangenen Saison Kreisrekorde. >

Die Nachwuchstrainer, die dies möglich machen, erhielten für ihre Arbeit ebenfalls Applaus und Gutscheine als Anerkennung: Werner Ahlemeyer, Igor Rebkalo, Antje Strothmann, Tobias Limberg, Cornelia Schlie und Friedrich „Otto“ Puhlmann. Ein Trainer-Unikat vom alten Schlag wurde herzlich verabschiedet: Horst Hammer zieht es zum Jahreswechsel aus privaten Gründen nach Wolmirstedt bei Magdeburg. Er hat viele Talente wie Max Köhne, Pascal Birke, Jan Geisemeier, Paul Hundeloh oder Carla Habighorst zu Bestzeiten, Titeln und DM-Teilnahmen geführt. Hubert Kaiser und Piums Bürgermeister Dirk Speckmann (selbst LC-Mitglied) stellten die angestrebte Kooperation der fünf größten Borgholzhausener Sportvereine vor. Für TuS Solbad Ravensberg (Schwerpunkt Fußball), TuS Borgholzhausen (Handball), TV Jahn > (Basketball, Tanzen, Judo, Turnen), Schützenverein und LC Solbad gemeinsam soll eine kaufmännisch und in Sachen Vereinsverwaltung versierte Kraft eingestellt werden, die dem Stadtsportverband untersteht. „Geplant ist eine Dienstleistung, die für daran interessierte Sportvereine Abrechnungen erledigt, Anträge auf Fördergelder stellt, die Zusammenarbeit mit Krankenkassen abwickelt und auch die Sporthallenbelegung koordiniert“, erläuterten Kaiser und Speckmann. Wortmeldungen zeigten, dass die Initiative durchaus gut ankommt. Vor einem eindeutigen Votum wollen einige Mitglieder aber eine präzise Stellenbeschreibung sehen, damit der Verein organisatorisch uneingeschränkt selbstständig bleibe.

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