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Inszenierung vom Piumer Bauerntheater genießt Kultstatus in der Lebkuchenstadt

Weihnachten beginnt im Steinbruch

Borgholzhausen  (WB). „Der Regen am Anfang wäre nicht nötig gewesen“, sagt Hannelore Meyerhoff am Ende der diesjährigen Premiere, bei den wenig winterlichen Temperaturen sei aber auch das durchaus auszuhalten. Die knapp 300 zum größten Teil regensicher ausgerüsteten Zuschauer geben ihr Recht.

Johannes Gerhards

Menschliche und tierische Darsteller an der Krippe: (von links) Esel Clara (heißt eigentlich anders), Rolf Schäperkötter, Andrea Susmaski, Gerd Köhn, Peter Bartsch, Sammy Addad und das Pferd Stromer vom Spiekerhof. Foto: Johannes Gerhards

In jedem Jahr ist die traditionelle Aufführung der Weihnachtsgeschichte ein sicherer Hinweis darauf, dass Heiligabend nicht mehr allzu weit entfernt ist. Generationen von Borgholzhausener Bürgern sind mit der kultigen Inszenierung groß geworden und geben dieses Erlebnis gerne an ihre Nachkommen weiter. Schafe, Esel und ein Pferd gehören neben den menschlichen Darstellern zum Ensemble und bilden den Markenkern der Inszenierung.

Die Zuschauer betreten den stimmungsvoll ausgeleuchteten Steinbruch durch einen Lichtervorhang am Eingang. Einige Holzfeuer flackern und trotzen den Regentropfen, als Erzähler Uli Niemeier mit dem Vortrag der allseits bekannten Geschichte beginnt. Zur Einstimmung spielt der Jugendposaunenchor Neuenkirchen unter Leitung von Horst Bruning, die Kinder aus der Kita „Brummihof“ singen das Lied von der Weihnachtsbäckerei.

Kinderchor singt Weihnachtslieder

Sabrina Wörmann überbringt als Engel der überraschten Maria (Andrea Sumaski) die freudige Nachricht ihrer bevorstehenden Schwangerschaft und kündigt die Geburt des Weltenretters an. Johanna, Jan, Kim und Julian treten zwischen den Szenen als Vokalquartett auf und präsentieren vierstimmige Versionen bekannter Weihnachtslieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Lobt Gott ihr Christen“. Der Kinderchor seinerseits lässt den „Stern über Bethlehem“ erstrahlen und besingt die Blätter des in seinem Bestand gefährdeten Tannenbaums.

Mit dem Esel Clara nach Bethlehem

„Alle Gasthäuser sind überfüllt, kein Platz mehr für arme Leute“, heißt es dagegen für die hochschwangere Maria und ihren Verlobten Josef (Rolf Schäperkötter), als sie mit ihrem Esel Clara, der eigentlich ganz anders heißt, in Bethlehem eintreffen. Nur dem Mitleid eines barmherzigen Zimmerwirtes (Friedel Neumann) ist es zu verdanken, dass sie in einem Stall übernachten dürfen, wo bekanntlich das Jesuskind geboren wird. Die Hirten auf dem Felde (Hannelore Meyerhoff und Sebastian Wörmann) erleben eine Lichterscheinung und begeben sich zur Krippe.

Hier treffen unterdessen auch die drei Weisen aus dem Morgenland (Gerd Köhn, Peter Bartsch und Sammy Addad) ein und bringen ihre Geschenke dar. Beim Finale erklingt ein gemeinsames „Oh du fröhliche“, bevor sich Hannelore Meyerhoff bei Tobias Dallmeyer für die kleine Schafherde, bei der Eselsranch Niehorst und dem Reitbetrieb Spiekerhof für die Bereitstellung der übrigen tierischen Darsteller bedankt.

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