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Maifeier am Bürgerzentrum mit dem Volkstanzkreis und „Tanz in den Mai“ im Gemeindehaus Bokel

Die große Lust gemeinsam zu feiern

Halle/Bokel

Während anderswo im Umkreis Maifeiern und "Tanz in den Mai" frühzeitig wegen des gefürchteten  Aufwandes durch Corona-Einschränkungen abgesagt worden waren, hat man in Halle auf das Mai-Vergnügen nach der pandemiebedingten Zwangspause nicht verzichten wollen. Und die schöne Resonanz gibt den Veranstaltern recht.

Von Malte Krammenschneider

Nach zwei Jahren Zwangspause haben es die Mitglieder des Volkstanzkreises Halle mit Gästen es genossen, den Mai tanzend zu begrüßen. Foto: Malte Krammenschneider

Sie bezeichnen sich selbst als „Botschafter der Freude“ und haben am Sonntagvormittag tatsächlich zahlreichen Gästen gute Laune bereitet: Die Rede ist von den Mitgliedern des Haller Volkstanzkreises, welche nach zweijähriger Zwangspause nun endlich wieder zu ihren Mai-Feierlichkeiten einladen, und die Gäste mit historischen Tänzen unterhalten konnten.

Eröffnung der Maifeier in Bokel durch den Vorstand des Heimatvereins Bokel-Tatenhausen und den Bürgermeister: (von links) Regina Kreuder, Ute Blania, Susanne Siebert, Akkordeonspieler Manfred Vollbrecht, Corinna Benson, Marlene Günner, Thomas Tappe, Kurt Otte und Udo Günner. Foto: Küppers

„2019 hat die Veranstaltung zum letzten Mal stattgefunden. Zu eurem und unserem Vergnügen ist es heute wieder möglich“, sagt der erste Vorsitzende des Volkstanzkreises Halle, Tim Beul, welcher das Amt 2020 vom langjährigen Vorsitzenden Hubertus Otte übernommen hat und sich am Sonntag sichtlich darüber freut, dass mit den Volkstanzgruppen aus Herford, Rheda-Wiedenbrück und Marienfeld gleich drei befreundete Vereine mit dabei sind und das Event mit ihren bunten Trachten bereichern. Ebenfalls zugegen ist Bürgermeister Thomas Tappe, der zunächst dabei hilft, den Maibaum aufzurichten, um dann noch einige Worte an die Tänzer und die etwa 100 anwesenden Zuschauer zu richten.

Hobby-DJ Andreas Günner hat beim "Tanz in den Mai" im Gemeindehaus Bokel Oldies aus den 60er- bis 80er-Jahren gespielt. Foto: Küppers

„Sie haben hier alles hervorragend vorbereitet, so dass wir uns an diesem schönen Brauch erfreuen können“, sagt Tappe und zitiert kurzerhand Ludwig Hölty („Drum komme, wem der Mai gefällt“). Ein Satz, der wunderbar auf die traditionsreiche Veranstaltung zutrifft, denn die Bürgerinnen und Bürger machen es sich gerne mit einem Getränk oder einer Bratwurst bequem, um das bunte Treiben am Bürgerzentrum bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu verfolgen. So sehen sie unter anderem, wie der Bürgermeister den Auftakt-Tanz „Fröhlicher Kreis“ mitmacht und keine schlechte Figur dabei abgibt.

Beim Tanz um den Maibaum ist auch Bürgermeister Thomas Tappe dabei. Foto: Malte Krammenschneider

Es folgen weitere Brauchtum-Tänze wie der „Tampet“ oder die „Maike“ und Vereinsvorsitzender Tim Beul verrät, dass sich der Volkstanzkreis über Verstärkung in seinen Reihen freuen würde. Getanzt wird jeden Donnerstagabend von 20 Uhr bis 22 Uhr in der Remise.

Der nach alter Sitte geschmückte Maibaum wird am Bürgerzentrum hochgezogen. Foto: Malte Krammenschneider

Über eine schöne Resonanz freute sich bereits am Samstagabend der Heimatverein Bokel-Tatenhausen, der am Gemeindehaus am Samstagabend einen Maibaum aufstellte und anschließend zum „Tanz in den Mai“ mit einer Oldie-Disco einlud. Die Dorfbewohner genossen es sichtlich nach der langen Corona-Zwangspause mal wieder gesellig zu feiern. Nach dem Singen einiger Mailieder konnte man sich bei herzhaften Speisen stärken und bei einem Bier oder Wein den Austausch pflegen mit Bekannten, mit denen man lange so nicht mehr zusammen kommen konnte.

Manfred Vollbrecht spielt am Akkprdeon Mailieder, im Hintergrund links ist der Maibaum aufgezogen Foto: Küppers

„Von Bokeler, für Bokeler“ war das Motto der Oldie-Disco im Gemeindehaus, für die das Organisationsteam klasse Arbeit hatte. Aus Tribünenelementen war clever eine mit Schallplatten geschmückte Theke gezaubert worden und auch für Discolicht war gesorgt. Discjockey Andreas Günner hatte knapp 1000 Oldies von Spotify auf seinem Rechner geladen. Jetzt kam es nur noch auf die richtige Mischung an. „Ein guter DJ holt mit seiner Auswahl möglichst viele Leute auf die Tanzfläche und schafft es, sie möglichst lange dort zu halten.“ Das war ihm genauso gelungen wie dem Heimatverein ein Fest der Dorfgemeinschaft.

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