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Sicherheitskonzept für Gütersloher Weihnachtsmarkt sieht mehr Polizeipräsenz vor

16 Poller schützen Zufahrten

Gütersloh (WB). Das Sicherheitskonzept für den diesjährigen Weihnachtsmarkt in Gütersloh steht. Ab Donnerstag werden 16 tonnenschwere Beton-Poller die Zufahrten zum Berliner Platz blockieren. »Polizeistreifen, die mit Maschinenpistolen ausgerüstet sind, wird es in diesem Jahr nicht geben«, erklärt Polizeisprecherin Katharina Felsch.

Wolfgang Wotke

Jeder Betonklotz wiegt mehr als eine Tonne: 16 dieser Poller, die zurzeit noch auf dem Bauhof lagern, werden am Donnerstagmorgen die Zufahrten des Gütersloher Weihnachtsmarktes schützen. Foto:

Die Erinnerung an den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr ist noch immer präsent und sorgt bei vielen Menschen für ein beklemmendes Gefühl. Auch auf dem Weihnachtsmarkt in Gütersloh steht deshalb das Thema »Sicherheit« im Vordergrund.

»Zusammen mit der Polizei ist ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden«, berichtet Jan-Erik Weinekötter, Geschäftsführer der veranstaltenden Marketing GmbH. So werden am Donnerstagmorgen, also kurz vor der Eröffnung, die Betonsperren gesetzt. Die Betonklötze, die zurzeit noch auf dem Bauhof lagern, werden dann vor den Einfahrten der König-, Köker- und Berliner Straße aufgestellt, jedoch so, dass die Durchfahrten für Rettungsdienstfahrzeuge gewährleistet sind.

Mit Maschinenpistolen wird nicht mehr patrouilliert

Polizisten, die mit Maschinenpistolen patrouillieren, so wie im vergangenen Jahr, werde es allerdings nicht geben. Darauf habe man sich geeinigt. Es komme jedoch immer auf die politische Lage an, sagt Katharina Felsch. Man habe umfangreiche »logistische Vorkehrungen« getroffen, um bei Bedrohungslagen schnell und massiv einschreiten zu können. Sie kündigt auf alle Fälle mehr Polizeipräsenz an: »Wir werden unsere Streifen verstärken.«

Diese Maßnahmen richteten sich aber in erster Linie gegen Taschendiebe oder Kleinkriminelle, die planten, dort ihr Unwesen zu treiben. Sichtbare Polizeistreifen werden dabei nur ein Teil des Sicherheitskonzepts sein. »Zusätzlich sind Zivilpolizisten unterwegs. Sie sollen Situationen beobachten und bei Strafdelikten sofort einschreiten.« Trotzdem sei Wachsamkeit geboten. »Da bitten wir auch die Besucher darum«, betont Felsch. »Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte nicht zögern, uns zu alarmieren.«

»Feste dürfen nicht zu Festungen werden«

Die Marktbeschicker plädieren für die Betonsperren, aber gleichzeitig auch für das Maßhalten in puncto Sicherheit. Weihnachtsmärkte seien offene Veranstaltungen, die auch offen bleiben müssten. »Derartige Feste dürfen nicht zu Festungen werden«, sagt die Gütersloherin Claudine Clark-Johnson, die auch in diesem Jahr wieder mit einem Glühwein-Stand auf dem Berliner Platz vertreten ist. »Hier soll es doch fröhlich und besinnlich zugehen.« Angst und Verunsicherung dürfe nicht die Antwort sein, denn das würde jeden Weihnachtsmarkt ersticken.

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