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Gütersloh

83-Jährige von TWE-Bahn erfasst

Gütersloh (rebo)

Eine 83-jährige Frau ist am Montagmorgen von einem Zug erfasst und verletzt worden. Sie wollte in einem Elektrorollstuhl die unbeschränkten Bahngleisen überqueren.

Am Bahnübergang an der Humboldtstraße ist am Montagmorgen eine Seniorin von der TWE-Bahn erfasst und verletzt worden. Foto:

„Bisher ist hier noch nie etwas passiert. Und die Frau hatte ja Gott sei Dank einen Schutzengel.“ Eine Anwohnerin der Humboldtstraße, deren Haus direkt hinter dem unbeschrankten Bahnübergang steht, kommt am Montagnachmittag an der Stelle vorbei, an der am Morgen eine 83-jährige Frau von einem Zug erfasst und verletzt worden ist. 

Markierungen zeugen vom Unfall

Die neongelben Markierungen, die die Polizei zur Unfallaufnahme auf der Fahrbahn und auf den Gleisen aufgebracht hat, zeugen noch von dem Unglück. Nach Angaben der Polizei war die Seniorin gegen 9.25 Uhr mit ihrem elektrischen Krankenfahrstuhl auf der Humboldtstraße in Richtung Gneisenaustraße unterwegs. Sie wollte den unbeschrankten Bahnübergang der TWE-Strecke überqueren. 

Signal zeigte rotes Licht

Zeugen gaben an, dass das Signallicht vor der Gleisanlage bereits Rotlicht gezeigt habe. Zudem sei ein akustisches Signal des sich nähernden Zugs zu hören gewesen. Beide Signale übersah und überhörte die 83-Jährige aber offenbar. Als der Triebwagen der TWE-Bahn, die in Richtung Versmold fuhr, den Bahnübergang querte, kam es zur Kollision mit der Fahrerin des Krankenfahrstuhls. „Eine detaillierte Feststellung des genauen Unfallhergangs ist Bestandteil der weiteren Ermittlungen“, heißt es im Polizeibericht.

Streckenbetrieb vorübergehend eingestellt

Die verständigten Rettungskräfte versorgten die verletzte Frau an der Unfallstelle. Aufgrund der festgestellten Verletzungen wurde die Gütersloherin anschließend zu weiteren stationären Untersuchungen und zur Beobachtung in ein Gütersloher Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr bestand nach ersten Einschätzungen nicht. Für die Unfallaufnahme wurde die Humboldtstraße im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt. Ebenso wurde der Streckenbetrieb der Bahn vorübergehend eingestellt. Feuerwehr, Rettungskräfte und auch ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn waren an Ort und Stelle für die erforderlichen Maßnahmen eingesetzt.

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