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Friedrichsdorf: Stadt strebt ein Mediationsverfahren an

Ab auf die Couch

Gütersloh (WB). In Friedrichsdorf stehen sich Befürworter und Gegner einer Ortsumgehung seit mehr als 15 Jahren unversöhnlich gegenüber. Der Ton der Auseinandersetzung wird mit jedem Jahr, in dem nichts passiert, nur noch schärfer .

Stephan Rechlin

NRW-Minister Hendrik Wüst bei der A33-Eröffnung im Gespräch mit Vertretern der Initiative Pro Ortsumgehung. Foto: Carsten Borgmeier

Die Stadt will versuchen, die Ergebnisse einer neuen Verkehrszählung im März in ein Mediationsverfahren einfließen zu lassen. Das Ziel, auf das beide Seiten in diesem Verfahren eingeschworen werden sollen, lautet: Weniger Verkehr im Ortskern. Gerhard Feldhans (CDU) plädierte im Hauptausschuss dafür, diese Gelegenheit zu nutzen, um in Friedrichsdorf von einem Empörungs- in einen Vermittlungsmodus zu kommen. Grüne, BfGT und UWG unterstützen den Versuch, wenn auch mit einer gehörigen Portion Skepsis.

Die sonst um runde Tische stets bemühte SPD lehnt den Ansatz diesmal ab. Fraktionsvorsitzender Thomas Ostermann wertet den Antrag als Versuch der CDU, nicht eingehaltene Wahlversprechen zu überdecken. So habe der heimische Landtagsabgeordnete Raphael Tigges 2017 angekündigt, die Bagger würden binnen eines Jahres rollen, sobald die Blockierer der rot-grünen Landesregierung abgewählt seien. „Das ist jetzt schon drei Jahre her.“ Das einzige, womit geholfen werden könne, seien konkrete Maßnahmen.

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