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Gütersloh

Abos im Gütersloher Theater unter Vor-Corona-Niveau

Gütersloh (din)

Der Kulturbetrieb in Gütersloh hat noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Kultur-Räume reagieren.

Das Theater Gütersloh.

Gütersloh (din) - Kulturbeflissene üben sich infolge der Corona-Pandemie nach wie vor in Zurückhaltung. Das macht sich auch bei den Abo-Zahlen für das Theater Gütersloh bemerkbar. Bei den Abonnements lag die Zahl mit 3300 zuletzt um gut 20 Prozent unter dem Wert vor der Pandemie in der Spielzeit 2019/20. „Insbesondere im Bereich der Abonnements für Kinder sind Rückgänge bis zu 70 Prozent, im Bereich der Abonnements am Abend Rückgänge von circa 15 Prozent zu verzeichnen“, teilt der Beigeordnete Andreas Kimpel in seinem Quartalsbericht für die Kultur-Räume mit.

Damit beschäftigt sich der Ausschuss für Kultur und Weiterbildung am Montag, 20. Juni (kleiner Saal der Stadthalle). „Das trifft viele Theater in Deutschland“, berichtet Kimpel weiter. Aktuell würden „zielgerichtete Maßnahmen zur Kunden(rück)gewinnung entwickelt“, schreibt der Beigeordnete, ohne ins Detail zu gehen. Weitere Erkenntnisse erhoffe man sich aus dem am Samstag startenden Einzelkartenverkauf. 

Angst vor erneuten Einschränkungen

Bei der Stadthalle seien erste größere Veranstaltungen zum Jahresende bereits wieder storniert oder auf 2023 geschoben worden. „Aus Angst vor erneuten Einschränkungen“, heißt es. Mit einer nachhaltigen Erholung der Veranstaltungsbranche und einer erhöhten Buchungslage und vor allem Durchführungswahrscheinlichkeit werde nach Branchenerkenntnissen erst ab 2023 wieder gerechnet und nur dann, wenn erneute Einschränkungen durch die Pandemie ausblieben. 

Aktuell sehe es nach den vorliegenden Zahlen so aus, als werde der Wirtschaftsplan 2022 für die Kultur-Räume (Stadthalle und Theater) eingehalten. Allerdings hänge die wettere Entwicklung entscheidend von der Frage ab, ob alle geplanten Veranstaltungen stattfinden könnten oder ob es ab Herbst wieder zu Einschränkungen komme. Außerdem sei die Frage entscheidend, ob gesellschaftliche Veranstaltungen wie Hochzeits, Vereins- und Firmenfeiern sowie Weihnachtsfeiern mit hohem gastronomischen Anteil durchgeführt werden könnten. Daraus resultiere die Frage, wie die Kunden auf teils kräftige Preiserhöhungen auch in der Gastronomie reagierten. 

Zuschussbedarf geringer als geplant

Noch eine Nachricht: Der Zuschussbedarf der Kultur-Räume lang voriges Jahr mit 4,11 Millionen Euro unter der Planung von 5,37 Millionen Euro. Die Stadt muss mit 2,86 Millionen Euro einspringen statt der geplanten 4,17 Millionen. Das konnte laut Bericht durch das Gewinnen von Fördermitteln, zeitweise Schließungen wegen Covid-19 sowie die Anordnung von Kurzarbeit vom 15. Januar bis Juli 2021 erreicht werden.

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