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Gütersloh: Kommentar zu den erneuten Niederlagen der Sparkasse im Bender-Prozess

Alles nur eine Täuschung

Gütersloh (WB). Unter dem Anstellungsvertrag des Sparkassen-Vorstandes Christoph Bender steht der Name von Markus Kottmann. Fairerweise müsste der Name Thomas Ostermann dort ebenfalls erscheinen, denn der SPD-Vertreter im Verwaltungsrat hat die bedingungslose Geschlossenheit hinter dem vier Jahre dauernden Prozessmarathon mit organisiert.

Stephan Rechlin

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Gütersloh muss prüfen, ob er im Verfahren gegen den zunächst eingestellten, dann fristlos entlassenen Vorstand Christoph Bender erneut in Revision geht. Foto: Wolfgang Wotke

Mit seinem festen Entschluss, von Bender getäuscht worden zu sein, hat der Verwaltungsrat zum 1,5 Millionen Euro hohen Gehaltsschaden noch Prozesskosten in sechsstelliger Höhe draufgepackt. Sogar gegen die Abweisung der abstrusen Nichtigkeitsklage im Revisionsverfahren (!) vor dem Oberlandesgericht wurde Beschwerde gegen die Nichtzulassung weiterer Revisionen am Bundesgerichtshof eingelegt.

Falls sich der von Kottmann, Ostermann und Rechtsanwälten gelenkte Verwaltungsrat jetzt erneut zu Revisionsanträgen in den verlorenen Nachverfahren entscheidet, wird das nur nach verzweifeltem Herausschieben fälliger Konsequenzen aussehen.

Erschütternd: Um das Bender-Fiasko abzuwenden, hätte es im Sommer 2014 nur gesunden Menschenverstandes und Rückgrat bedurft. Die Anhängerkupplung, um die damals gestritten wurde, hätte 1300 Euro gekostet.

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