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Gütersloh

Andreas Kimpel bleibt Kulturdezernent

Gütersloh (rebo) - Abschiedsstimmung im Gütersloher Stadtrat: 25 Ratsmitglieder - fast die Hälfte des Gremiums - sind am Freitagabend verabschiedet worden. Und Henning Schulz (CDU) leitete seine letzte Ratssitzung. Am heutigen Samstag endet seine Amtszeit als Bürgermeister.

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Schulz bat die ausscheidenden Ratsmitglieder auf die Bühne der Stadthalle. Er bedankte sich für die engagierte Arbeit, die in den vergangenen Jahren geleistet worden sei. „Die Ratsmitgliedschaft ist ein Ehrenamt. Sie haben viel Zeit dafür aufgewendet.“

Scharfe Worte fallen vor der Abstimmung

Andreas Kimpel, Beigeordneter und Kulturdezernent, darf sich dagegen über seine Wiederwahl freuen. Mit 40 Ja-Stimmen, 4 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen wurde der 59-Jährige am Freitag in seinem Amt bestätigt. Abgestimmt wurde auf Antrag von Thomas Ostermann (SPD) in geheimer Wahl. „Vielen Dank für die Wiederwahl, für die dritte“, sagte Andreas Kimpel. Er freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Vor der Abstimmung über die Wiederwahl von Andreas Kimpel fielen scharfe Worte. Für die Art und Weise, wie der bisherige BfGT-Fraktionschef und künftige Bürgermeister Nobby Morkes vor der Ratssitzung öffentlich verkündet hatte, er wolle eine Vertagung der Entscheidung beantragen, rügte Heiner Kollmeyer (CDU) Morkes. Im Ältestenrat sei entschieden worden, über die Wiederwahl Kimpels in der letzten Sitzung des alten Rats zu entscheiden, betonte Kollmeyer. Dass Morkes diese Entscheidung anschließend in Frage gestellt habe, beweise fehlendes Gespür für die Übergangsphase zwischen Fraktionsvorsitz und Bürgermeisteramt.

Es ist nicht vorgesehen, dass sich der neue Bürgermeister sein Team zusammenstellt

Hans-Peter Rosenthal (Grüne) schloss sich dieser Kritik an. Er frage sich, wie unter diesen Vorzeichen künftig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Verwaltungsrat gelingen solle. Thomas Ostermann (SPD) mahnte zu Sachlichkeit. „Es gibt Gründe, die dafür sprechen, den Kulturdezernenten erst vom neuen Rat wählen zu lassen und es gibt Gründe dagegen.“ Kimpel habe gute Arbeit geleistet und die Verwaltung stehe vor schwierigen Aufgaben, sagte Ostermann. Deshalb sollten möglichst alle Irritationen vermieden und Kimpel wiedergewählt werden.

Bürgermeister Henning Schulz betonte, die Gemeindeordnung setze im Amt der Beigeordneten auf Kontinuität. Deshalb gebe es unterschiedliche Wahlzeiten. Es sei nicht vorgesehen, dass sich der neue Bürgermeister sein eigenes Team zusammenstellen könne. Der Antrag der BfGT auf Vertagung wurde mehrheitlich abgelehnt.

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