1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Gütersloh
  6. >
  7. Anlieger lehnen Bauvorhaben am Parkbad ab

  8. >

Gütersloh

Anlieger lehnen Bauvorhaben am Parkbad ab

Gütersloh (eff)

Schräg gegenüber von Avenstroths Mühle, angrenzend an den Dalkeweg und in Nachbarschaft des Parkbads sollen 61 Wohnungen für junge Senioren ab 60 Jahren entstehen. Der Investor „The Flag“ plant vier dreigeschossige Gebäude, ein zweigeschossiges Haus sowie eine Tiefgarage.

Auf dem Grundstück mit der alten Druckerei Ketzer sollen 61 Wohnungen für jüngere Senioren gebaut werden. Foto:

Das lehnen die Anlieger ab. In einem Schreiben an Bürgermeister Norbert Morkes sowie die Verantwortlichen des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung (das Schriftstück liegt unserer Zeitung vor) wenden sich die Unterzeichner nicht nur gegen den ihrer Meinung nach zu massiven baulichen Umfang der Anlage. Nach eingehender Prüfung stelle man nun das gesamte Projekt auf der 3700 Quadratmeter großen Fläche mit dem Areal des alten Parkhotels und der abbruchreifen Druckerei Ketzer in Frage.

„Mit mir hat sich bis jetzt niemand vom Investor unterhalten“

In dem Schreiben, das in Kürze mit den gesammelten Unterschriften im Rathaus abgegeben werden soll, wird eine zeitnahe Bürgerversammlung im Parkbad beantragt, um mit den städtischen Fachleuten die Kritikpunkte zu besprechen. 

Apropos Parkbad: Dessen Betreiber Franz-Josef Füchtenschnieder fürchtet bei der Umsetzung des Vorhabens massiven Ärger. „Die wollen ja direkt hinter meiner Theke bauen. Die Anzahl von 60 Bewohnern ist doch viel zu groß. Wenn dann bei uns noch einer nach 22 Uhr lacht, ruft sofort jemand das Ordnungsamt an.“ Eines betont Füchtenschnieder: „Mit mir hat sich bis jetzt niemand vom Investor unterhalten.“

Standort „denkbar ungeeignet“

Die besorgten Anwohner der Straßen Am Parkbad, Alte Verler Straße, Buschstraße und besonders jene vom Avenstrothsweg weisen auf die jüngsten Flutkatastrophen hin. Deshalb sei der vorgesehene Standort an der Dalke für eine Bebauung „denkbar ungeeignet“. Außerdem gefährde das Absenken des hohen Grundwasserspiegels möglicherweise die Bausubstanz der in der Nachbarschaft befindlichen Gebäude. 

Notwendige Verdichtungsmaßnahmen könnten auch Schäden und voll laufende Keller nach sich ziehen. Zu enge Bebauung, zu geringer Abstand zu den Nachbargrundstücken und eine zu hohe Geschosszahl sind weitere Kritikpunkte im Brief an die Stadt. Auch die geplante Tiefgarage ist den Unterzeichnern ein Dorn im Auge.

Anwohner befürchten Parkchaos

Für 61 Wohnungen, in denen mobile Senioren leben, seien 38 Parkplätze zu gering angesetzt. Parkchaos in der Umgebung und neue Gefahrenquellen seien vorprogrammiert. Die Antragsteller empfehlen, die Vorplanungen zu stoppen und auf den Grundstücken lieber ein „Bürgerwäldchen Sundern“ anzulegen.

Startseite