1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Berliner Straße: Umbau beginnt

  8. >

Arbeiten in Gütersloh sollen im November abgeschlossen sein

Berliner Straße: Umbau beginnt

Gütersloh (WB). Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, ein Platzangebot für Kurzparker, eine attraktive Gestaltung, die den Konrad-Adenauer-Platz mit der Berliner Straße verbindet und gleichzeitig die Fußgängerzone in diesen Bereich weiter öffnet – all das sind, ebenso wie die umfassende Erneuerung aller Ver- und Entsorgungsnetze, Ziele des Umbaus der Berliner Straße zwischen Strenger- und Friedrich-Ebert-Straße. Am Montag, 20. Januar, beginnen die Bauarbeiten für die größte innerstädtische Maßnahme in diesem Jahr. Mitte November soll sie abgeschlossen sein.

Blick von oben: So soll die Berliner Straße in der Innenstadt von November an aussehen. Grafik: Stadt Gütersloh Foto:

Umgestaltung wird von Bund und Land gefördert

Die Umgestaltung dieses Bereichs ist Teil des „integrierten Stadtentwicklungskonzeptes – Teilkonzept Innenstadt“, das auch von Bund und Land gefördert wird. „Uns ist sehr bewusst, dass jeder Umbau zunächst einmal Einschränkungen für die Anlieger mit sich bringt. Wir setzen jedoch alles daran, diese möglichst gering und erträglich zu halten,“ sagt Stadtbaurätin Nina Herrling. Daher orientiert sich die Verkehrsführung während der Bauzeit weitestgehend am Bedarf des Einzelhandels und der Anlieger. Alle Geschäfte im Baubereich bleiben während der Bauzeit, die in vier Phasen unterteilt ist, erreichbar. „Sollten spezielle Belange berücksichtigt werden müssen, können diese individuell im Rahmen der Möglichkeiten abgestimmt werden, so zum Beispiel Transporte, deren zeitliche Disposition nicht veränderbar ist oder turnusmäßige Krankentransporte,“ erklärt Rainer Ernst,Projektleiter beim städtischen Fachbereich Tiefbau.

Wöchentliche Sprechstunde direkt vor Ort im Baubüro

Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten, so Ernst, ebenfalls Hinweise zu bestehenden Notwendigkeiten geben. Informationen dazu gibt es während der Bauzeit auf einer Website (www.berlinerstrasse.guetersloh.de), aber auch eine wöchentliche Sprechstunde donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr direkt vor Ort im Baubüro, wo die Projektmitarbeiter der Stadt und des Planungsbüros Röver für Fragen und Gespräch zur Verfügung stehen. Die Bewohner und Geschäftsleute werden außerdem durch eine Broschüre informiert, die in den umliegenden Straßen verteilt wird.

Ausreichend Stellplätze im Umkreis von 300 Metern vorhanden

Dort und auf der Website sind auch die Parkmöglichkeiten aufgeführt (Parkplan zum Herunterladen). Sie sind zwar während der Bauzeit eingeschränkt, da die Plätze am Straßenrand wegfallen, aber nach wie vor sind laut Stadt ausreichend Stellplätze im Umkreis von 300 Metern vorhanden. Zusätzlich werden während der Bauzeit auch Plätze an der ehemaligen Feuer- und Rettungswache ausgewiesen. Des Weiteren verweist die Stadt auf die Möglichkeit, Montag bis Donnerstag ab 17 Uhr, freitags ab 14 Uhr und Samstag/Sonntag ganztägig den Parkplatz hinter dem Rathaus zu nutzen. Das Parkhaus Am Bahnhof oder die Tiefgarage Klingenthal liegen ebenso in der Nähe wie die Parkplätze auf dem Marktplatz.

„Baustellen-Ticket“ für einen Euro

Auch das „Baustellen-Ticket“, das zum Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes aufgelegt wurde und das mit seinem Ein-Euro-Tarif ab Freitagmittag (Kinder frei) gut angenommen wird, wird es weiter geben. Die Buslinien 201, 209, 211 und 43 fahren die Strengerstraße während der Bauzeit nicht an, sie können direkt ab dem ZOB genutzt werden.

Umbau in vier Phasen

Phase 1 der vier Bauphasen beginnt am 20. Januar mit den Arbeiten im Kreuzungsbereich Strenger-/Schul-/Berliner Straße. Um hier den Verkehr aus der Strengerstraße zügig abfließen zu lassen, wird die Berliner Straße zur Einbahnstraße in Richtung Friedrich-Ebert-Straße. Der Zulieferverkehr für die „Mittlere Berliner Straße“ (also der Teil zwischen der Strenger- und der Kökerstraße) erfolgt während dieser Phase über die Strengerstraße. Wichtig für die Anlieger der Schulstraße: Die Einbahnstraßenregelung wird hier aufgehoben, in dieser Bauphase endet sie jedoch als Sackgasse in der Baustelle. Umleitungen sind großräumig ausgeschildert.

Fußgänger erreichen die Innenstadt über den Konrad-Adenauer-Platz. Die Geschäfte an der Berliner Straße gegenüber dem Konrad-Adenauer-Platz sind erreichbar. Radfahrer können stadtauswärts die Fahrbahn nutzen. In Richtung Innenstadt geht es über den Konrad-Adenauer-Platz.

In Phase 2 und 4 der Baumaßnahme bleibt die Berliner Straße Einbahnstraße, diesmal von der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Strengerstraße. Wie jetzt auch führt der Weg von hier aus dann wieder weiter über die Schulstraße, die wieder zur Einbahnstraße wird. Auch in diesen Phasen gilt: Die Geschäfte bleiben erreichbar.

Phase 3 bezeichnet in den Sommerferien die Bauarbeiten auf der Friedrich-Ebert-Straße, wo Kanalanschlüsse hergestellt werden müssen. Gezielt wird dazu die Ferienzeit auf der sonst stärker befahrenen Straße genutzt, vier bis fünf Wochen kalkuliert der Fachbereich Tiefbau für diese Arbeiten. In diesen Wochen kann der Bauabschnitt an der Berliner Straße nicht durchfahren werden.

Keine extremen Wettbedingungen und nicht erkennbare Unabwägbarkeiten im Untergrund vorausgesetzt, soll der Umbau der Berliner Straße pünktlich vor dem Weihnachtsgeschäft 2020 abgeschlossen sein. „Wir setzen alles daran, diesen Umbau so zügig und verträglich wie möglich zu gestalten,“ sagt Projektleiter Rainer Ernst.

Startseite