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Gütersloh

Bertelsmann-Chef Rabe: „Stärkstes Jahr unserer Geschichte“

Gütersloh (gl/din)

Der Medien- und Dienstleitungskonzern Bertelsmann hat seine Investitionen am Heimatstandort Gütersloh im vergangenen Jahr ausgebaut. 

In Gütersloh entsteht die weltweit zweitgrößte Lagerhalle von Arvato. Die neue Photovoltaik-Anlage auf den Lagerdächern könnte 1000 Drei-Personen-Haushalte versorgen. Das Foto zeigt (v. l.) Geschäftsführer Stephan Schierke, Nico Nötzel, Miriam Bartsch und Andreas Barth.

Gütersloh (gl/din) - Bertelsmann hat im Geschäftsjahr 2021 rund 85 Millionen Euro am Stammsitz Gütersloh investiert. Das waren laut Mitteilung 25 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Mittel flossen demnach vor allem in die Arvato-Bereiche Logistik-, Finanz- und IT-Dienstleistungen sowie die Druckerei Mohn Media.

Darüber hinaus unterstützte Bertelsmann rund 250 Organisationen, Vereine und Projekte im Großraum Gütersloh mit einem Spendenvolumen von 250.000 Euro sowie zusätzlichen Sachspenden, darunter mehr als 6000 Bücher und Hörbücher. 

Vorstandschef Dr. Thomas Rabe: „Bertelsmann ist in rund 50 Ländern aktiv. Wir sind dabei, das Unternehmen auf der Grundlage unserer fünf strategischen Wachstumsprioritäten weiter auszubauen. Ausgangspunkt dabei ist häufig Gütersloh. Hier sitzt nicht nur unser Corporate Center, sondern hier sind auch fast alle Unternehmensbereiche präsent. Entsprechend engagieren wir uns am Standort ganz besonders. Wir stärken unseren Heimatstandort Gütersloh weiter, er spielt für uns als international tätiges Unternehmen eine zentrale Rolle.“ 

10.000 Impfungen vorgenommen

Für Bertelsmann arbeiten rund 11.000 Beschäftigte im Großraum Gütersloh, laut Mitteilung so viele wie an keinem anderen Standort auf der Welt. Im August 2021 begannen 153 neue Auszubildende und dual Studierende eine Ausbildung bei Bertelsmann in der Region. 2021 unterstützte Bertelsmann das Theater Gütersloh, die Stadtbibliothek und die Vesperkirche sowie mehrere Schulen, Kindergärten und Sportvereine. Die Gütersloher Tafel erhielt finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines Kühltransport-Lastwagens sowie in Form von mehr als 600 Büchern für eine Weihnachtspäckchen-Aktion. 

Im April 2021 öffnete das 600 Quadratmeter große Bertelsmann Impfzentrum auf dem Arvato-Betriebsgelände an der Reinhard-Mohn-Straße. Bis Ende Januar wurden dort fast 10 000 Impfungen vorgenommen. Zum 80. Geburtstag von Liz Mohn spendete Bertelsmann der Stadt den ersten inklusiven Kinderspielplatz Güterslohs, und kurz vor Weihnachten gingen zum 15. Mal 25 000 Euro an die Bielefelder Palliativ-Initiative ‚Der Weg nach Hause‘. Insgesamt hat Bertelsmann damit die Initiative seit 2006 mit rund 400 000 Euro unterstützt. 

Weitere Investitionen geplant

Ein Höhepunkt aus Konzernsicht war darüber hinaus die Würdigung des Bertelsmann-Nachkriegsgründers Reinhard Mohn, der im Jahr 2021 100 Jahre alt geworden wäre. Die Stadt Gütersloh benannte eine Straße nach ihrem Ehrenbürger. 

Bertelsmann plant auch für das laufende Geschäftsjahr 2022 hohe Investitionen in seine Firmen und Bereiche am Standort Gütersloh. Am 31. März 2022 wird das Unternehmen seine Geschäftszahlen für das Jahr 2021 verkünden. Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) hatte Rabe vorige Woche schon erklärt: „Das Jahr 2021 war das stärkste Jahr der Bertelsmann-Geschichte. Wir sind zweistellig gewachsen und erwarten einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses und des Konzernergebnisses.“

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