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Medienkonzern will mehrere Tausend Mitarbeiter in Gütersloh impfen - Diese Woche werden 50.000 Schnell- und Selbsttests erwartet

Bertelsmann plant Impfzentrum an der A2

Gütersloh (WB)

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann bietet seinen Beschäftigten in zahlreichen Bereichen die Möglichkeit zu Schnell- und Selbsttests an. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen eine Impfkampagne mit eigenem Impfzentrum in Gütersloh für Tausende von Mitarbeiter vor.

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Bertelsmann will seine Mitarbeiter selbst impfen. Foto: Thomas F. Starke

Es werde täglich mit der Lieferung der ersten 50.000 Schnelltests gerechnet, teilte das Unternehmen mit. Betriebsarzt Dr. Sebastian Köhne teste bereits seit Beginn der Pandemie - zunächst nur mit PCR-Tests, jetzt aber auch mit Schnelltests, die bei bei einem positiven Ergebnis durch einen PCR-Test abgesichert würden.

Einfach so verteilen wird Bertelsmann die Selbsttests jedoch nicht. Sebastian Köhne: „Wir werden freiwillige Testscouts im Umgang mit den Selbsttests schulen und dann in den Betrieben einsetzen“, plant der Betriebsarzt. „Sie können vor Ort umfassende Tests begleiten und dafür Sorge tragen, dass sie ordnungsgemäß ablaufen.“

Bertelsmann rechnet damit, dass die Impfkampagne spätestens im zweiten Quartal anlaufen kann. In einem ersten Schritt wird in Gütersloh, wo rund 12.000 Menschen für das Unternehmen arbeiten, ein innerbetriebliches Impfzentrum mit bis zu drei eigenen Impfstraßen in einem Großzelt an der Autobahn 2 aufbauen.

Die drei Betriebsärzte mit ihrem medizinischen Assistenzpersonal stecken mitten in den Planungen. Auch ist es möglich, dass sie ihr Team zeitweise mit medizinischem Fachpersonal aufstocken, um noch mehr und noch schneller impfen zu können. In den vergangenen Tagen haben die Betriebsärzte bereits in den Impfzentren der Stadt Bielefeld und des Kreises Gütersloh als Freiwillige mitgeholfen, um Erfahrungen zu sammeln.

„Vorrangig wollen wir die Beschäftigten impfen, die vor Ort in den Betrieben arbeiten und nicht ins Homeoffice ausweichen können“, erklärt Köhne. Werden jedoch genügend Impfstoffe geliefert, soll allen Mitarbeitern in der Region ein Impfangebot gemacht werden. Für die Vergabe von Impfterminen will Bertelsmann auf das Online-Terminmanagementsystem von Arvato Systems zurückgreifen, das bereits seit Januar in Niedersachsen für das öffentliche Impfterminmanagement eingesetzt wird.

Bertelsmann wolle Beschäftigte schützen, Betriebe aufrechterhalten und zugleich einen gesellschaftlichen Beitrag zur Durchimpfung der Bevölkerung leisten, sagt Personalvorstand Immanuel Hermreck.

Auch andere Unternehmen engagieren sich im Kampf gegen die Pandemie. So sind in Unternehmen wie beim Küchenhersteller Nobilia oder Beckhoff Automation Schnelltests etabliert, außerdem machen Verler Firmen Schnelltest für Schüler möglich.

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