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Kalifornien: Mitchell Cummings entgeht Flächenbrand nur knapp

Brandopfer aus Clarholz

Bild aus besseren Tagen: Sushi-Koch Mitchell Cummings (rechts) und Neffe Jason am Arbeitsplatz im kalifornischen Lake Arrowhead. Herzebrock-Clarholz (WB). Opfer der verheerenden Flächenbrände, die in den vergangenen Monaten im US-Bundesstaat Kalifornien gewütet haben, ist auch ein 31-Jähriger mit Clarholzer Wurzeln geworden: Mitchell Cummings, ein Neffe von Barbara Davis, einer in der Doppelgemeinde lebenden Künstlerin, hat bei einem Brand im November buchstäblich nur seine nackte Haut retten können.

Rainer Stephan

Blättern in einem alten Fotoalbum mit Bildern aus der Clarholzer Kindheit von Brandopfer Mitchel Cummings (von links): Freundin Jutta Schmidt, Tante Barbara Davis und Nachbarin Rita-Elisabeth Steppeler. Foto: Rainer Stephan

Der gelernte Koch verlor sein gesamtes Hab und Gut, erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Nur mit viel Glück gelang es ihm, dem von starken Winden angefachten Feuer zu entkommen und sein Leben und das seiner Freundin zu retten.

An eine neue Geburtsurkunde ist schwer zu kommen

Bestürzt und betroffen haben seine hiesigen Verwandten sowie Nachbarn und Freunde der Familie Davis/Cummings die Nachricht von diesem Schicksalsschlag aufgenommen. „Kleidung, Inventar, Papiere und auch sein berufliches Handwerkszeug – praktisch seine gesamte Existenz ist bei dem Brand vernichtet worden“, berichtet Jutta Schmidt, die Mitchell Cummings aus seiner Clarholzer Zeit kennt und ihn auch schon in seiner neuen Heimat in der Stadt Lake Arrowhead nahe Los Angeles besucht hat.

Gemeinsam mit Barbara Davis und der ehemaligen Nachbarin Rita-Elisabeth Steppeler hat die Bielefelder Geschäftsfrau mit Wohnsitz in Rheda-Wiedenbrück eine Hilfsaktion für das Brandopfer gestartet, das nach einem Krankenhaus-Aufenthalt zwischenzeitlich wieder seine Arbeit als Sushi-Koch aufnehmen konnte. Derzeit bemühen sich die drei Frauen um eine Geburtsurkunde aus Mitchell Cummings Geburtsort Bielefeld. Jutta Schmidt: „Ein schwieriges Unterfangen. Das Standesamt wollte Mitchells Papiere sehen, doch die sind bei dem Brand komplett vernichtet worden.“

Helferinnen hoffen auf Spenden

Da sie nicht wissen, ob und in welchem Umfang eine Feuerversicherung den Schaden übernimmt, wollen Davis, Schmidt und Steppeler eine finanzielle Hilfe für den Neustart leisten und so die größte Not lindern. Auf dem dafür eingerichteten Spendenkonto (Commerzbank Rheda-Wiedenbrück IBAN DE 51 478 400 65 08 00 180 203, Stichwort „Help Mitchell“) hat das Trio bereits 1.300 Euro eingezahlt.

Für ihre transatlantische Hilfsaktion hoffen die drei Frauen auf weitere Spenden aus dem Kreis der Freunde, Nachbarn und Bekannten der Familie Davis/Cummings. Weitere Informationen unter Tel. 05245/1711.

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