1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Gütersloh
  6. >
  7. Bundestagspräsidentin Bas im Gütersloher Klimabüro

  8. >

Gütersloh

Bundestagspräsidentin Bas im Gütersloher Klimabüro

Gütersloh (mdel)

Im Landtagswahlkampf hat Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) am Montag im Klimabüro Gütersloh Station gemacht.

Diskutierten über den Klimaschutz: (v. l.) Rena Tangens, Anette Klee, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, SPD-Landtagskandidat Stefan Schneidt und Anne-Kathrin Warzecha.

Gütersloh (mdel) - Die von verschiedenen Organisationen getragene Einrichtung war in der Vorwoche an der Schulstraße 5 eröffnet worden.

Forderungen mit auf den Weg nach Berlin gegeben

Für die Bundestagspräsidentin gab es nicht nur Präsente für ihren Geburtstag an diesem Dienstag. Die Gütersloher Umweltaktivisten nutzten die Gelegenheit, um Bas Forderungen mit auf den Weg nach Berlin zu geben. „Setzen Sie sich dafür ein, dass wir ein Moratorium für den Straßenbau bekommen“, sagte Anette Klee („Parents for Future“). 

Jeder Straßenaus- und neubau müsse auf den Prüfstand. Allein mit der geplanten B64n würden 800 Hektar Grünfläche zerstört. Weitere Beispiele für große Straßenbauprojekte seien der vierspurige Ausbau der B61 und die Ortsumgehung Ummeln. „Diese Projekte verschlingen gigantische Geldsummen und führen zu noch mehr Verkehr“, kritisierte die Isselhorsterin. 

An die Ziele der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und der Agenda 2030 erinnerte die Biologin Anne-Kathrin Warzecha („Science for Future“). Ein Teilziel sei die Reduzierung des Flächenverbrauchs auf 30 Hektar pro Tag. Im Entwurf für den neuen Regionalplan werde diese Grenze jedoch bei weitem nicht eingehalten. 

„Auf versiegelter Fläche wächst nichts“

„Auf versiegelter Fläche wächst nichts. Böden sind nicht oder nur sehr eingeschränkt erneuerbar“, sagte Warzecha. Einen kritischeren Umgang mit den Angeboten großer Technologiekonzerne forderte Rena Tangens vom Bielefelder Verein Digitalcourage. 

Ihrer Meinung nach sollten Kinder und Jugendliche nicht zu früh an die Markenprodukte von Microsoft oder Apple gewöhnt werden. Instagram und Facebook seien nicht die besten Ideen, um sich zu vernetzen. „Wir müssen genauer hinschauen“, so ihre Forderung. „Technologie kann nicht das Allheilmittel sein.“ 

Bas will Idee der Bürgerräte voranbringen

Die Bundestagspräsidentin verwies auf die neue Bundesregierung und die Maßnahmen zum Klimaschutz, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurden. „Ich bin optimistisch. Ob es dann ausreicht, wird man sehen“, so Bas. Sie habe sich zum Ziel gesetzt, die Idee der Bürgerräte voranzubringen. In diesen Gremien könnten polarisierende Themen erörtert werden, ohne dass Nebenparlamente entstünden. Als Beispiele nannte sie die Impfpflicht oder die Diskussion um eine allgemeine Dienstpflicht.

Startseite
ANZEIGE