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Gütersloh

Bürgerhaus auf den Weg gebracht

Gütersloh (din) - Bis es losgeht, müssen sich die Blankenhagener noch gedulden. Das modifizierte Konzept und den Zeitplan für den Um- und Anbau der Jakobuskirche in Blankenhagen in ein Bürgerhaus hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen am Donnerstag einstimmig begrüßt.

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Die CDU freue es außerordentlich, dass sich in Blankenhagen jetzt etwas Positives entwickle sagte Hermann Birkenhake. Er sprach von einem „ausgesprochen gelungenen Entwurf“. Er sei zwar etwas teuer. Aber die Blankenhagener hätten sozial soviel abgefedert, dass sie das jetzt verdient hätten. Das Bürgerhaus werde ein Ort, an dem sie viele Dinge erledigen könnten.

„Wir freuen uns und wir sind mit der Konzeption einverstanden“, sagte Birgit Niemann-Hollatz (Grüne). Sie fragte, inwieweit dort vorübergehend auch medizinische und Gesundheitsleistungen angeboten werden könnten. Bürgermeister Henning Schulz (CDU) sagte, in dem Bestandsgebäude könnte eine Pflegeberatung und in einen zweiten Schritt eine Auslieferung für Medikamente realisiert werden – quasi als Trittstein für ein umfangreicheres Angebot später an einem anderen Ort. Das und ein Bürgerhaus ließen sich in der Jakobuskirche zusammen nicht umsetzen.

Auch Volker Richter (SPD) zeigte sich glücklich, dass für Blankenhagen jetzt etwas auf den Weg gebracht werde. Der Stadtteil sei viel zu lange vernachlässigt worden und brauche jetzt Geld. Indiskutabel sei der lange Zeitraum von sechs Jahren vom Handlungskonzept 2016 bis 2022. Der Termin für das Richtfest 2022 müsse nun auch eingehalten werden.

Norbert Bohlmann (UWG) begrüßte das Projekt ausdrücklich. Er hinterfragte aber, dass die Jugend im Keller ihre Räume haben solle und sprach die Baukosten von rund drei Millionen Euro an. Knapp 4000 Euro je Quadratmeter seien eine „stolze Summe“.

„Für den Stadtteil Blankenhagen hat das Bürgerhaus eine herausragende Bedeutung“, sagte Sylvia Mörs (BfGT). Die Blankenhagener hätten sich lange in Geduld geübt. Allerdings müssten die Baukosten eingehalten werden.

Bis zum 30. September will die Verwaltung jetzt bei der Bezirksregierung einen Förderantrag einreichen. Nach Ausführungsplanung und Ausschreibung soll der Umbau im Herbst/Winter 2021 beginnen, „so dass das Bürgerhaus während des 800-jährigen Jubiläums Blankenhagens im Jahr 2022 fertiggestellt werden könnte“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

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