1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Bürgertag auch mit »Rotem Platz«

  8. >

50 Vereine und Initiativen präsentierten sich am 7. September – Ehrenamt im Fokus

Bürgertag auch mit »Rotem Platz«

Gütersloh (WB). Der »Rote Platz« in Moskau gilt als das berühmteste Wahrzeichen der russischen Metropole. Bald bekommt auch Gütersloh seinen »Roten Platz« – allerdings nur für einen Tag und auch nicht für Aufmärsche vorgesehen: Auf dem Dreiecksplatz werden sich im Rahmen des 2. Bürgertags am 7. September die Güterloher Löschzüge präsentieren.

Uwe Caspar

Freuen sich auf den Bürgertag am 7. September: Organisatorin Eva Willenborg (GT-Marketing), Bürgermeister Henning Schulz und Elke Pauly-Teismann, die erste Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Gütersloh. Am Bürgertag beteiligen sich 50 Vereine und Initiativen. Foto: Caspar

Wegen ihrer roten Fahrzeuge werden die Feuerwehrleute ihren Standort beim Bürgertag scherzhaft den »Roten Platz« nennen. Neben den Brandschützern präsentieren sich in der Zeit von 11 bis 18 Uhr auf dem Dreiecks- und dem angrenzenden Theodor-Heuss-Platz auch noch 50 Gütersloher Vereine und Initiativen.

Seit Ende Mai ausgebucht

»Schon Ende Mai waren wir ausgebucht. Auf der Warteliste stehen noch zwölf Bewerber«, berichtet Elke Pauly-Teismann, die seit März als erste Ehrenamtsbeauftragte der Stadt fungiert. Sie wird in Kürze ihr neues Büro an der Kirchstraße beziehen. Zwecks Unterstützung ehrenamtlicher Helfer (Bürgermeister Henning Schulz: »Sie alle sind ein großes Geschenk«) will Pauly-Teismann einen Verein mit dem Arbeitstitel »Tatkräftig« ins Leben rufen. In der nächsten Woche soll dieses Projekt näher vorgestellt werden.

Vorstellen wollen sich am 2. Bürgertag – die Premiere 2017 lag noch in den Händen der Bertelsmann Stiftung, die das Event weiter unterstützt – neben zahlreichen Sportklubs auch nicht so bekannte Initiativen. So wie die Senioren-Hilfe »Anti-Rost«, der Deutsche Alpenverein oder der Verein »Krisendienst«.

Das Ehrenamt soll gewürdigt werden

»Wir wollen mit dem Bürgertag dem Ehrenamt eine Plattform und ein Gesicht geben«, erklärt Schulz. Nachdem das Stadtoberhaupt schon 2017 von Stand zu Stand gezogen war, um die Ehrenamtler zu würdigen, wird Schulz auch am 7. September seine »Ehrenrunde« drehen. Das Datum steht schon in seinem Kalender. Der Bürgermeister: »An dem Tag werde ich keinen anderen Termin annehmen.«

Vielfältig und bunt ist auch das Showprogramm mit Musik, Comedy, Jonglage, Folklore, Cheerleadern und Interviews. Dafür steht noch die Bühne der zuvor stattfindenden »Woche der kleinen Künste« zur Verfügung – sie wird erst nach dem Bürgertag abgebaut. Und dann auch die 50 Pagodenzelte, die eine Dortmunder Firma anliefert. Das Budget für das vielfältige Event beläuft sich auf 60.000 Euro – finanziert von  Stadt und Sponsoren. Den Bürgertag jährlich auszurichten, hält Schulz für wenig sinnvoll. »Das würde die Teilnehmer überfordern und die Veranstaltung auch schnell abnutzen lassen«, favorisiert er den Zwei-Jahres-Rhythmus.

Startseite