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Gütersloh: Lkw-Durchfahrtsverbot in Friedrichsdorf – „anderswo klappt es doch auch“

CDU startet noch einen Versuch

Gütersloh (WB). Die Stadtverwaltung soll mit zuständigen Stellen klären, ob ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit über zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht durch Friedrichsdorf möglich ist. Dabei geht es einem Antrag der CDU-Ratsfraktion zufolge vor allem um die Buschkampstraße, die Windelsbleicher Straße und die Avenwedder Straße.

Lastkraftwagen verschärfen das Verkehrsproblem im Ortskern von Friedrichsdorf. Foto: Carsten Borgmeier

Detlev Kahmen ist planungspolitischer Sprecher der Fraktion: „Seit vielen Jahren gibt es Bestrebungen aus der Friedrichsdorfer Bevölkerung, eine Umgehungsstraße um Friedrichsdorf zu bauen. Ob es jemals dazu kommen wird, ist nicht absehbar.“ In der Zwischenzeit werde Friedrichsdorf durch starken Pkw- und Lkw-Verkehr extrem belastet.

Als relativ kurzfristige Verbesserung biete sich ein Lkw-Durchfahrtsverbot durch Friedrichsdorf an. Hierzu müsste an der A 33-Abfahrt Buschkampstraße ein Hinweis auf ein Durchfahrtsverbot für Lkw über zwölf Tonnen durch Friedrichsdorf angebracht werden. Im Stadtgebiet Gütersloh sollten neben anderen Beschilderungen die ersten Hinweise darauf auf der Carl-Bertelsmann-Straße an der Kreuzung mit dem Stadtring Sundern und dann noch einmal an der Kreuzung mit der Osnabrücker Landstraße / Spexarder Straße aufgestellt werden. Dadurch könnte gleichzeitig auch der LKW-Verkehr aus Avenwedde Amt herausgehalten werden.

Die CDU-Fraktion hatte dazu bereits 2011 und 2013 Anträge gestellt, die jedoch vom Regierungspräsidium Detmold mit der Begründung einer Autobahnumleitungsstrecke von der A 2-Abfahrt Gütersloh zur A 33-Auffahrt Buschkampstraße abgelehnt worden waren. Die CDU führt in ihrem Antrag vier Beispiele aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern auf, die zeigen, dass ähnliche oder gleiche Probleme keine Hinderungsgründe für solche Verbote sein müssen.

Ein LKW-Durchfahrtsverbot zur Verhinderung von Ausweichverkehren könne nach der Straßenverkehrsordnung angeordnet werden, um die Sicherheit und Ordnung des Verkehrs sicherzustellen und die Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen zu schützen. In Hannover habe der Stadtrat ein Verkehrsverbot für Lkw-Durchgangsverkehre beschlossen, in Roßdorf sei es der Landrat als untere Verkehrsbehörde und in Würzburg der Stadtrat gewesen.

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