1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Chefarzt geht in den Ruhestand

  8. >

Klinikum Gütersloh verabschiedet Dr. Peter Berliner aus der Radiologie

Chefarzt geht in den Ruhestand

Gütersloh (WB). Nach mehr als 25 Jahren an der Spitze der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Gütersloh hat sich Dr. Peter Berliner in den Ruhestand verabschiedet. »Er prägte als Chefarzt über ein Vierteljahrhundert lang die Radiologie des Klinikums und hat sie fachlich immer weiter ausgebaut«, so Geschäftsführerin Maud Beste. Im Rahmen einer Feierstunde wird er Ende Oktober offiziell verabschiedet. Dann wird auch sein Nachfolger Prof. Dr. Boris Buerke vorgestellt.

Chefarzt-Wechsel im Klinikum Gütersloh: Dr. Peter Berliner geht nach 25 Jahren in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Ende Oktober vorgestellt. Foto: Stephan Rechlin

Dr. Peter Berliner studierte Humanmedizin in Frankfurt am Main und in Gießen und absolvierte erfolgreich die Facharztweiterbildung für Radiologie. Nach beruflichen Stationen an der Universität Marburg, der Aggertalklinik in Engelskirchen und dem Klinikum der RWTH Aachen wechselte er zum Kreiskrankenhaus Lüdenscheid, wo er 1990 zum Oberarzt in der Radiologie ernannt wurde. 1994 übernahm er den Posten als Chefarzt der Klinik für Radiologie im damaligen Städtischen Klinikum Gütersloh.

Wohl der Patienten stand im Mittelpunkt

Blicken Kollegen und Weggefährten auf seine Zeit in Gütersloh zurück, fällt ein Wort immer wieder: Patientenorientierung. »Das Wohl der Patienten stellte er immer über seine persönlichen Bedürfnisse. Besonders in kritischen Situationen oder bei akuten Notfällen war er immer ansprechbar und zu uneigennütziger Hilfe bereit«, erinnert sich Prof. Dr. Heinrich Ditter, langjähriger Chefarzt der Kardiologie. Dr. Wencke Ruhwedel, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ergänzt: »Anders als man es vielleicht von einem Radiologen erwarten würde, hatte er viel Patientenkontakt und hat nicht nur im stillen Kämmerlein gehockt.«

Wichtig sei ihm dabei gewesen, die Patienten im Ganzen zu sehen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, so PD Dr. Rüdiger Klän, Chefarzt der Urologie: »Dr. Berliner hat nie nach ›Schema F‹ gearbeitet. Er hat den individuellen körperlichen Zustand des Patienten und die Belastungen, die dem Patienten zum Beispiel durch die Röntgendosis, das Kon­trastmittel oder die Lagerung zugemutet werden konnten, immer berücksichtigt und konnte so das Untersuchungsergebnis optimieren.«

Viel Lob von Kollegen

Neben seiner Patientenorientierung zeichnete er sich außerdem durch hohe fachliche Kompetenz aus: »Er ist ein perfekter Diagnostiker, seine Befunde waren immer einwandfrei«, erinnert sich Dr. Wencke Ruhwedel. »Seine Kompetenz ragte dabei weit über den Tellerrand seines Fachgebiets hinaus.« Als zentrale Einheit unterstützt die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie die anderen Fachabteilungen des Hauses mit bildgebenden Verfahren. Dazu gehören digitale Techniken wie Röntgenaufnahmen, Mammographie, Sonographie (Ultraschall), Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), aber auch minimal-invasive therapeutische Verfahren wie Gefäßerweiterungen oder Stentimplantationen (Gefäßstützen). Als Chefarzt der Radiologie war Dr. Peter Berliner zudem wichtiger Partner und aktives Mitglied in den zertifizierten Zentren im Klinikum Gütersloh, unter anderem im Onkologischen Zentrum, den Organkrebszentren sowie im Gefäßzentrum.

Startseite