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Alexander Kostka führt die Kreishandwerkerschaft – Digitalisierung großes Thema

Der Neue sieht viele Herausforderungen

Gütersloh (WB). Er hat der Gütersloher Kreishandwerkerschaft ein Profil gegeben – und das über vier Jahrzehnte. Friedhelm Drüner (66) ist in wenigen Tagen als Geschäftsführer raus. Alexander Kostka (49) übernimmt den Job. Und möchte vieles so machen wie sein Vorgänger.

Elke Westerwalbesloh

Den Neuen begrüßt: Georg Effertz, Friedhelm Drüner (scheidender Geschäftsführer), Burkhard Brockbals (hinten von links) stellen Alexander Kostka vor. Foto: Elke Westerwalbesloh

Denn Drüner hat einiges bewegt, hat zum Schluss die Imagekampagne »Deine Zukunft im Handwerk« gut etabliert, das Netzwerk zwischen Handwerksbetrieb und Industrie weiter ausgebaut. Kostka möchte da anknüpfen. »Wir müssen noch weiter an den Gesamtschulen trommeln, um den Schülern die Handwerksberufe näher zu bringen«, weiß Kostka schon nach wenigen Tagen an der Gütersloher Eickhoffstraße 3, im Haus des Handwerks, was zu tun ist.

Er ist in Bielefeld geboren, in Köln aufgewachsen, hat Jura studiert, war dann bei der Handwerkskammer beschäftigt, bei der IHK in Münster und schließlich Geschäftsführer beim Baugewerbeverband Westfalen in Dortmund.

Diesen Job hat er nach sieben Jahren quittiert, um nun in Gütersloh zu arbeiten. Friedhelm Drüner hat ihn jetzt in der Übergangsphase begleitet. »Er übergibt ein gut bestelltes Haus«, sind sich Georg Effertz (Obermeister der Dachdeckerinnung) und Burkhard Brockbals (Kreishandwerksmeister) einig.

Kostka möchte die Digitalisierung noch weiter vorantreiben. Er appelliert an die Handwerker, sich dem technologischen Wandel nicht zu verschließen. »Es sind neue Geschäftsfelder, die die Mittelständler nutzen können«, sagt Kostka. Damit die Gütersloher Betriebe wettbewerbsfähig bleiben. Denn nicht nur die Ausbildungssuche beschäftigt das Handwerk, sondern auch die neue IT, die das traditionelle Handwerk auf den Kopf stellt und vieles möglich macht.

Die Gütersloher Kreishandwerkerschaft ist mit zehn Leuten in der Verwaltung und 200 Ehrenamtlichen sehr gut aufgestellt. 1100 Mitgliedsbetriebe aus dem Kreis gehören ihr an. Und genau diese möchte Alexander Kostka nun in einer Plattform bündeln, sie digital vernetzen, um daraus neue Ideen zu schöpfen. »Start-ups können so viel besser begleitet werden«, sagt Kostka.

Während er sich also um die Digitalisierung kümmert und weiterhin um die Ausbildungsvermittlung in Handwerksbetriebe – die in den vergangenen Jahren im Kreis mit 790 neuen Auszubildenden recht stabil ist – wird sich sein Vorgänger Friedhelm Drüner seiner Leidenschaft des Kochens hingeben. Und vielleicht das ein oder andere mal noch im Haus des Handwerks mit dem Fahrrad vorbei schauen. Aber nur vielleicht.

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