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Spexarder Schützenbruderschaft erweitert ihr karitatives Angebot

Die Hilfsspechte kommen

Gütersloh-Spexard (WB). Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard erweitert ab dem 1. Juli ihr karitatives Engagement in ihrem Stadtteil. Neben den ehrenamtlichen Arbeiten auf dem Spexarder Friedhof, der Aktion Rumpelkammer und der Hilfe für Familien in Bolivien werden ab dem 1. Juli die Hilfsspechte parat stehen.

Die Organisation der 50 ehrenamtlich arbeitenden Hilfsspechte liegt in den Händen von Delia Spexard (links), Monika Proske, Richard Proske, Heike Hartkämper, Hildegard Spexard, Astrid Fortenbacher und Friedhelm Stüker. Foto: Markus Schumacher

Das Angebot richtet sich an Senioren, Alleinerziehende und Menschen in besonderen Lebenslagen. Die Hilfe bei handwerklichen Tätigkeiten oder die Haustierbetreuung im Krankheitsfall gehören zu den Angeboten. Die Helfer werden über eine Telefonhotline eingeteilt. Von montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr kann unter der Nummer 0151-20263324 Kontakt gesucht werden.

»Wir setzten uns für unsere Mitmenschen, die Hilfe brauchen, ein«, hat Ideengeber Richard Proske und sein Team viel Energie in das Projekt investiert. Der stellvertretende Brudermeister der Schützen ist für die karitativen Aufgaben zuständig und hat bereits vor vielen Jahren die Unterstützung des Familienprojekts Arco-Iris (zu Deutsch Stiftung Regenbogen) angeregt.

Von der Bolivien-Spende zur Hilfe vor Ort

Jedes Jahr spenden die Schützen einen Betrag von 1050 Euro für arme Familien in Bolivien. Das soziale Werk des deutschen Pfarrers Josef Maria Neuenhofer kümmert sich seit 1994 um die Bedürfnisse von Straßenkindern und Familien.

Mit der gespendeten Summe werden drei Familien ein Jahr lang unterstützt. Die nötigen Gelder werden über einen Flohmarkt im Pfarrheim St. Bruder Konrad und den Verkauf von Bratwürstchen nach der Fronleichnamsprozession eingenommen.

»Wir sind immer wieder gefragt worden, wann wir etwas für Hilfsbedürftige in Spexard machen«, erzählt Richard Proske von seinem neuen Projekt der »Hilfsspechte«. Die Gründung eines Arbeitskreises aus den Reihen der Bruderschaft war der Anfang. Mit seinen Mitstreitern Friedhelm Stüker, Heike Hartkämper, Astrid Fortenbacher, Delia Spexard, Hildegard Spexard und seiner Gattin Monika machte sich Richard Proske an die Arbeit der Organisation.

Kontakt zur Außenwelt schaffen

Mehr als 50 Helfer stehen bereit. »Wer unsere Hilfe braucht muss sich nicht schämen. Unsere Helfer werden Zeit verschenken und Kontakt zur Außenwelt schaffen«, berichtet Proske. Die persönliche Betreuung kann zum Beispiel das Vorlesen aus der Tageszeitung oder die Begleitung bei Spaziergängen sein. Die Haustierbetreuung im Krankheitsfall oder einfach nur Gesellschaft leisten gehören dazu.

Die Hilfe bei handwerklichen Tätigkeiten, die durch Laien ausgeführt werden können, umfasst das Angebot der Schützen. »Das Wechseln einer Glühbirne, tropfende Wasserhähne reparieren oder leichte Tischlerarbeiten sind möglich«, erklärt Proske. Zur Hilfe im Haushalt gehört zum Beispiel das abnehmen oder aufhängen von Gardinen oder das Putzen von schwer zugänglichen Fenstern.

Fünf Euro Spende pro Einsatz

Die Begleitung bei Einkäufen oder die Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen zählt auch zu den Diensten der Spexarder. »Wir bitten allerdings jetzt schon um Verständnis, dass wir die Anliegen der Menschen nur im Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten erledigen können«, sagt Proske. Pro erfolgter Einsatz bitten die Hilfsspechte um eine Spende von fünf Euro um die Unkosten zu tragen. Mehr Infos: www.schuetzenbruderschaft-spexard.de.

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