1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Dreijähriger von Notarztwagen erfasst

  8. >

Gütersloh

Dreijähriger von Notarztwagen erfasst

Gütersloh (rebo) - Ein dreijähriger Junge ist am Sonntagnachmittag von einem Notarztwagen angefahren und schwer - aber nicht lebensgefährlich - verletzt worden. Das Kind wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 13 in eine Klinik nach Osnabrück geflogen.

Anonymous User

Notarzteinsatz für den verletzten Dreijährigen: Der Rettungshubschrauber Christoph 13 landete am Sonntagnachmittag direkt vor der Stadtbibliothek. Foto:

Nach Angaben des Notarztes, der den Jungen an der Unfallstelle versorgte, schwebt der Dreijährige nicht in Lebensgefahr. Gegen 15 Uhr landete der Rettungshubschrauber auf der Kreuzung von Blessenstätte und Dalkestraße  direkt vor der Stadtbibliothek. Polizei und Rettungsdienst waren gegen 14.45 Uhr über den Unfall informiert worden.

Familie belädt am Straßenrand einen Wagen

Nach ersten Erkenntnissen an der Unfallstelle hatte sich das Kind mit einigen Familienmitgliedern an der Blessenstätte in Höhe des Fußgängerüberwegs an der Feldstraße an einem Auto aufgehalten. Eine Familie, die an der Blessenstätte wohnt, hatte Besuch von Verwandten. Gegen Mittag wurde das Auto für die Rückfahrt beladen. Etwa vier bis sechs Personen aus zwei Familien sollen sich am Fahrzeug aufgehalten haben.

Notarztfahrzeug auf dem Rückweg vom Einsatz

Zu diesem Zeitpunkt näherte sich der Notarztwagen der Gütersloher Berufsfeuerwehr, der von einem Einsatz zurückkam und in Richtung Stadtbibliothek und weiter zum Klinikum Gütersloh fuhr. Für das Fahrzeug habe es kein Sonder- und Wegerecht gegeben, erklärte ein Polizeibeamter nach der Unfallaufnahme. Es sei ohne Blaulicht und Martinshorn unterwegs gewesen.

Sachverständiger soll den Hergang klären

An welcher Stelle der Wagen das Kind erfasst habe, sei noch nicht geklärt. Der 29-jährige Fahrer habe angegeben, durch eine Vollbremsung und ein Ausweichmanöver versucht zu haben, den Zusammenprall zu verhindern.

Ein Sachverständiger der Dekra wurde am Sonntagnachmittag zur Unfallstelle gerufen. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld beauftragte den Gutachter, weitere Details in Erfahrung zu bringen. Am Fahrzeug waren oberflächlich keine Unfallspuren zu erkennen. Weitere Daten können auch aus dem Fahrtenschreiber des Notarztwagens entnommen werden.

Polizei muss Gaffer zur Ordnung rufen

Um den schwer verletzten Dreijährigen kümmerte sich zunächst der Notarzt aus Rheda-Wiedenbrück, der auch den Rettungshubschrauber anforderte. Weitere Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr waren ebenso am Einsatzort, wie fünf Streifenwagen der Polizei Gütersloh.

Der Fahrer des Notarztwagens wurde von einem Notfallseelsorger betreut.

Gaffer machen Fotos 

Wie inzwischen so oft bei Unfällen, mussten die Beamten auch am Sonntagnachmittag immer wieder Passanten davon abhalten, mit ihren Smartphones Fotos und Videos vom Unfallort zu machen. Die Beamten sprachen immer wieder Bürger an und forderten sie auf, die Aufnahmen zu löschen.

Startseite