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Gütersloh

Dritte Gesamtschule: Votum für Baumerhalt

Gütersloh (dl) - Im Zuge des Neubaus der dritten Gesamtschule in Gütersloh hat sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen für den Erhalt von 44 Bäumen ausgesprochen. Die Stimmen von SPD, Grünen, BfGT und Linke reichten am Donnerstagabend für eine Mehrheit.

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Zu Beginn der Sitzung hatte David Theidel (Greenbox Landschaftsarchitekten) erläutert, welche Schritte unternommen werden können, um die 44 vakanten Bäume zu erhalten. Dazu müsste, wie berichtet, der Kanalbau anders geplant werden, was 61.000 Euro im Gesamtkostenpaket von 150.000 Euro ausmacht.

Kollmeyer (CDU): „Versenken 60.000 Euro unter der Erde“

Heiner Kollmeyer (CDU) sprach von einer schwierigen Situation – und empfahl einen Schnitt. „Wir versenken 60.000 Euro unter der Erde, von denen wir ökologisch nichts haben, und tragen das Risiko, dass die Erhaltungsmaßnahmen nicht bei allen Bäumen zum Erfolg führen.“ Mit der Hälfte des Geldes könnte die Pflanzung neuer Bäume finanziert werden. Die andere Hälfte könnte als Ersparnis verbucht werden.

„Für uns ist jeder Baum erhaltenswert“, kündigte Birgit Niemann-Hollatz die Zustimmung der Grünen für die Beschlussvorlage an. Neue gegen bestehende Bäume aufzurechnen, gehe ihr gegen den Strich, denn sie leisteten nicht das, was die alten Bäume täten. „Ihre ökologische Leistung kann nicht eins zu eins ersetzt werden“, sagte sie. „Der Erhalt der Bäume ist ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz.“

Matthias Trepper (SPD) gegen „inflationäre Baumfällung“

Matthias Trepper (SPD) schloss sich Niemann-Hollatz an und sprach sich gegen eine inflationäre Baumfällung aus. Norbert Bohlmann (UWG) regte eine andere Betrachtungsweise an. „Forstwirtschaft muss in Jahrzehnten gedacht werden. Eine gute Entwicklung der Bäume ist bei der dritten Gesamtschule nicht immer gegeben.“ Wer sich nicht entwickle, für den sei der Pflegeaufwand höher.

Mit Bauchschmerzen werde die BfGT zustimmen, sagte Sylvia Mörs. „Die Firma Greenbox hat mit Sicherheit alles fachmännisch begutachtet. Es ist nur äußerst bedauerlich, dass nicht schon bei der Planung des Vorhabens an die Bäume gedacht worden ist.“ So erhielt die Beschlussvorlage der Verwaltung eine Mehrheit. 40 der 84 Bäume im Umfeld des Neubaus müssen, wie berichtet, in jedem Fall gerodet werden.

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