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Gütersloh

E-Rezept soll Sicherheit erhöhen

Gütersloh (gl)

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran. Ein wichtiger Baustein ist einer Mitteilung der Apothekerschaft im Kreis Gütersloh zufolge das elektronische Rezept. Das E-Rezept soll das klassische rosafarbene Rezept zum Jahresbeginn 2022 auch im Kreis Gütersloh ablösen.

Anfang kommenden Jahres wollen die Apotheken im Kreis Gütersloh das E-Rezept einführen. Das soll nicht nur den Papierverbrauch reduzieren. Foto:

„Die Apotheken vor Ort sind bestens auf diesen Wechsel vorbereitet. Bei uns im Kreis Gütersloh sind bereits 99 Prozent aller Vor-Ort-Apotheken für den Anschluss an die dafür notwendige digitale Infrastruktur vorbereitet“, erklärt Apothekerin Claudia Scherrer, Sprecherin der Apothekerschaft im Kreis Gütersloh. 

Kostenlose App steht zur Verfügung

Und so funktioniert es: In der Arztpraxis wird ein E-Rezept ausgestellt und verschlüsselt auf einem zentralen Speicher abgelegt. In Form eines QR-Codes kann der Patient das Rezept per Smartphone herunterladen. Dazu wird es eine bundeseinheitliche und werbefreie Anwendung geben, die sogenannte E-Rezept-App. Die Patienten können diese kostenlos installieren und mit ihr das Rezept in der Apotheke vor Ort einlösen. 

Dazu wird der Zugriffsschlüssel des E-Rezepts als QR-Code auf dem Smartphone des Patienten in der Apotheke angezeigt. Die Apotheke scannt den Code ab und liest die Rezeptdaten aus. Der Zugriffsschlüssel kann mit dem mobilen Gerät auch vorab an die Apotheke übermittelt werden, um das E-Rezept einzulösen. Für die Einlösung benötigen Patienten zusätzlich einen Zugangscode der Krankenversicherung. 

Auch die analoge Einlösung ist weiterhin möglich

Wer kein Smartphone oder einfach kein Interesse daran hat, darauf Gesundheitsdaten zu speichern, kann weiterhin problemlos seine Arzneimittel in der Apotheke vor Ort beziehen. „Niemand muss sich Sorgen machen, technisch abgehängt zu werden oder seine Arzneimittel nicht zu bekommen“, betont Scherrer. Denn das E-Rezept funktioniert auch analog: „Der Rezept-Code kann problemlos in der Arztpraxis ausgedruckt werden – so wie es jetzt auch schon geschieht. Dieser Code kann dann in jeder Apotheke eingelesen und verarbeitet werden.“ 

Elektronische Rezepte sollen künftig nicht nur Papier und Bürokratie reduzieren sowie den Alltag von Patienten erleichtern, sondern vor allem die Patientensicherheit erhöhen. Es stellt ein elektronisches Werkzeug dar, um schnell und fehlerfrei die Medikation der Patienten in der Apotheke zu erfassen. Die mit den Medikationsdaten gespeiste App erinnert zum Beispiel an die pünktliche Einnahme der Arzneimittel oder checkt Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. 

Es werden Zeit und Wege gespart

„Auch die Möglichkeit, das elektronische Rezept schon vor dem Besuch in der Apotheke online einzulösen, spart Zeit und Wege“, sagt Apothekerin Scherrer. „So kann ein eventuell aufgrund von Rabattverträgen nicht vorrätiges Arzneimittel direkt bestellt werden.“

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