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Stadtverwaltung überwacht Straßenverkehr jetzt auch mit halbstationärer Anlage

Ein „Nico“ blitzt jetzt auch in Gütersloh

Gütersloh (WB). Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor Verkehrsunfallursache Nummer eins. Die Stadt Gütersloh wird deshalb von sofort an auch mit einer halbstationären Radaranlage den Verkehr überwachen.

In Bielefeld heißt er „Bernd“, beim Kreis Gütersloh „Nico“: Auch die Stadt Gütersloh überwacht Geschwindigkeiten jetzt mit einer solchen Anlage, die aber noch keinen Namen hat. Foto:

Neben der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung und den stationären Säulen (Traffi-Tower) am Nordring und Westring entlang der B 68 verfügt die Stadt Gütersloh nunmehr über einen Blitzanhänger. Bei der Anlage handelt es sich um das Laser-Messsystem TraffiStar S350, das in einem gepanzerten und feuerfesten Fahrzeug-Anhänger integriert ist. Erste Einsatzorte werden der Stadtring Nordhorn/Stadtring Sundern /Stadtring Kattenstroth, Herzebrocker Straße L 788, sowie die Marienfelder Straße B 513 sein.

Im Feuerfesten Anhänger

Vielen Autofahrern dürfte eine derartige, halbstationäre Anlage bereits unter den Pseudonymen „Bernd“ (Stadt Bielefeld) und „Nico“ (Kreis Gütersloh) bekannt sein. Diese Geräte kombinieren die Vorzüge mobiler und stationärer Geschwindigkeitsüberwachung. Sie haben den Vorteil, dass Geschwindigkeitsmessungen jederzeit autark und flexibel im Verkehrsraum zu unterschiedlichen Zeiten an Unfallschwerpunkten eingesetzt werden können. Sie eignen sich ebenso für kurzfristige, wechselnde Standorte als auch für langfristige Messungen.

Wechselnde Standorte

Ohne hohen Personaleinsatz und wetterunabhängig können Messungen der gefahrenen Geschwindigkeiten über mehrere Tage „rund um die Uhr“ auch in den späten Abendstunden und nachts erfolgen. Die Stromversorgung ist über einen Akku sichergestellt.

Blitzen rund um die Uhr

Personaleinsatz ist lediglich zur Einrichtung der Messstelle und zum Akku-Wechsel erforderlich. Die neue Blitzeranlage ergänzt die bereits im Einsatz befindlichen Blitzanlagen zur Überwachung an Unfallhäufungsstellen und Gefahrenschwerpunkten im Stadtgebiet Gütersloh und leistet damit einen weiteren Beitrag zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit und zur Verhinderung schwerer Verkehrsunfälle auf Gütersloher Straßen, indem die Geschwindigkeit überwacht wird.

Gegen Vandalismus geschützt

Die Überwachungsanlage ist gegen Aufbruch und Vandalismus durch eine Alarmsicherung besonders geschützt. Neben der mechanischen Sicherung ist die Semistation zusätzlich mit einer automatischen Feuerlöschanlage, Schlag- und GPS-Bewegungsmeldern und einem Mobilfunkmodem ausgerüstet. Das Lasermesssystem differenziert übrigens zwischen Autos, Lastwagen und Motorrädern. Damit können verschiedene Geschwindigkeitslimits, die für unterschiedliche Fahrzeugklassen und Fahrstreifen festgelegt sind, überwacht werden. Entgegen der Auffassung des saarländischen Verwaltungsgerichtshofes, wurden dem Laser-Messsystem TraffiStar S350 durch verschiedene Oberlandesgerichte die Eigenschaft eines standardisierten Messverfahrens zugesprochen und klargestellt, dass die Beweissicherung zu einem Geschwindigkeitsverstoß im standardisierten Messverfahren mit der Traffistar S 350 rechtssicher ist.

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