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Friedrichsdorf: CDU-Abgeordneter Raphael Tigges weist Angriffe der SPD zurück

„Eine andere Lösung wäre mir lieber“

Gütersloh (WB/rec). Der CDU-Landtagsabgeordnete Raphael Tigges widerspricht entschieden den Aussagen von SPD-Fraktionsvorsitzendem Thomas Ostermann zur Ortsumgehung Friedrichsdorf im Hauptausschuss. Dort hatte Ostermann behauptet, Raphael Tigges hätte im Wahlkampf 2017 versprochen, dass die Bagger in Friedrichsdorf binnen eine Jahres rollen würden, wenn die rot-grüne Landesregierung erst mal abgewählt sei.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (rechts) sucht gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nach einer Lösung für das Verkehrsaufkommen in Friedrichsdorf. Foto: Klaus-Peter Schillig

Tigges: „Was Ostermann sagt, ist schlicht die Unwahrheit.“ Wenn er so etwas behaupte, dann solle er beweisen, wann Tigges das gesagt haben soll und wo er es gelesen haben will: „Diese Fake News, die er verbreitet, werde ich jedenfalls nicht so stehen lassen.”

Raphael Tigges verweist darauf, was er tatsächlich für Friedrichsdorf bisher erreicht hat. Nach dem Besuch von Verkehrsminister Hendrik Wüst in Friedrichsdorf sei die Aufnahme des Projektes in das Landesstraßenplanungsprogramm in Stufe zwei erfolgt. Das sei ein wesentlicher Schritt nach vorne und weit mehr, als die rot-grüne Landesregierung vorher erreicht habe. In deren sieben Jahren Regierungszeit sei nichts geschehen. Im Gegenteil: Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte die Ortsumgehung nicht als „vorrangig zu planen” eingestuft. Dank vieler Gespräche und dem gemeinsamen Ortstermin mit dem Verkehrsminister sei die Umgehung nun endlich in der vorrangigen Planung.

Die eigenen Versäumnisse

Tigges: „Wenn es der SPD jetzt nicht schnell genug geht, dann sollte sie zunächst mal an ihre eigenen Versäumnisse während ihrer Regierungszeit denken.” Außerdem sollten auch die Sozialdemokraten das Fachwissen haben, dass Straßenbauprojekte langwierige Verfahren seien und nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könnten. Es gehe jetzt darum, für das gemeinsame Ziel von weniger Verkehr in Friedrichsdorf zwischen den verhärteten Fronten zu vermitteln. Tigges: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die SPD ein Mediationsverfahren unter Lügen und fadenscheinigen Argumenten ablehnt.” Tigges stehe daher hundertprozentig hinter dem geplanten Mediationsverfahren.

Ihm gehe es darum, umzusetzen, was möglich sei. Er strebe eine verkehrliche Entlastung an, möchte zuvor aber alle Optionen prüfen, bevor gebaut werde. Dazu möchte er eine einheitliche, allseits akzeptierte Zahlenbasis und Entscheidungsgrundlage. Die Option auf den Bau solle offen bleiben. Tigges: „Eine andere Lösung wäre mir aber tatsächlich lieber.”

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