1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Gütersloh
  6. >
  7. Einfacher Testbetrieb und Kulturhäppchen

  8. >

Gütersloh

Einfacher Testbetrieb und Kulturhäppchen

Gütersloh (gl) - Die Stimmung schwankt zwischen Fatalismus, Frust und Hoffnung. Angesichts von Angeboten zum Einkauf mit negativem Schnelltestergebnis und steigender Inzidenzzahlen gerät der Ausblick auf einen Re-Start, wie die Stadt ihr Wiederaufbauprojekt nennt, schnell ins Hintertreffen.

Anonymous User

Marc Grundmann ist Tänzer, Choreograph und Trainer bei der Gütersloher Tanzschule Danceair. Er gehört zu den Protagonisten der Lockdown-Portraits, mit denen der städtische Fachbereich Kultur zusammen mit dem Bielefelder Fotografen Veit Mette Kunstschaffende aus Gütersloh ins Blickfeld rückt. Geschehen soll das auch im Rahmen des städtischen Programms Re-Start über Kulturhäppchen in der Innenstadt.

Auch bei der zweiten Zusammenkunft der Task Force aus Gütersloher Einzelhandel, Gastronomie, Kulturschaffenden und Veranstaltern mit Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT) seien sich die Beteiligten einig gewesen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

„Da steht viel Manpower zur Verfügung“

Und zwar darüber, dass die Maßnahmen zur Unterstützung der Stadtakteure, die am Montag, 26. April, im Hauptausschuss vorgestellt werden sollen, erst in einer Phase der Lockerungen zielführend seien. Sie kämen erst zum Tragen, wenn etwa die Außengastronomie wieder zum Verweilen in der Stadt einlade.

Das bekräftigten auch die Vertreter aus den Ortsteilen, die der Bürgermeister eingeladen hatte. Felix Krull (Isselhorst) und seine Kollegen plädierten dafür, in den Ortsteilen auch die Vereine einzubeziehen, „denn da steht viel Manpower zur Verfügung“. Unterstützung erhoffen sie sich in der Logistik – beispielsweise, indem für Kulturveranstaltungen Technik und Bühne zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Vorschlag aus den Ortsteilen: die Kopplung eines Einkaufsgutscheins mit einem Rabatt beim nächsten Besuch in der Gastronomie.

Kleinere Aktionen in der Innenstadt geplant

Auch der städtische Fachbereich Kultur hat in Abstimmung mit Gütersloh Marketing für den Re-Start vorgearbeitet: Geplant sind kleinere Aktionen in der Innenstadt, die Menschen einladen, aber größere Ansammlungen vermeiden. Leitlinie dieser Kulturhäppchen: feste Termine für Kultur in der Stadt – wo und wie, das kann variieren. Einigkeit bestand auch darüber, dass Angebote über die Monate gepflegt werden sollten, statt kostenintensive einmalige Aktionen zu veranstalten.

Beim Blick auf die aktuelle Situation stand die Frage ausreichender und einfach zugänglicher Testkapazitäten im Raum – auch wenn zunächst einmal die Notbremse des Bundes greift. Markus Finke (Modehaus Finke) regte „ein Zelt ohne Anmeldung und Wartezeiten auf dem Berliner Platz“ an, um Test und Einkauf unkompliziert zu verbinden.

Mitarbeiter aus der Gastronomie in Testungen einbinden

Lutz Hockemeyer, Geschäftsführer des Textilhauses Sinn im ehemaligen Karstadt-Gebäude, berichtete vom Plan, in der ehemaligen Gastronomie dort ein Testzentrum einzurichten. Voraussetzung: „Wir brauchen das Personal dafür.“ Sein Aufruf richtete sich nicht zuletzt an Beschäftigte aus der Gastronomie und weiteren Bereichen, die derzeit auf Null heruntergefahren sind: „Wir sind bereit, einzustellen und für die Abnahme von Tests auch die nötige Schulung zu gewährleisten.“

Startseite
ANZEIGE