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Gütersloh: CDU kritisiert UWG-Antrag zur Veränderungssperre in Siedlung

»Erst bauen, dann meckern«

Gütersloh (WB). Die CDU-Ratsfraktion spießt den UWG-Antrag auf Erlass einer Veränderungssperre im Wohngebiet Mangelsdorf- und Dr.-Brinkmann-Straße auf. Fraktionschef Heiner Kollmeyer nimmt sich vor allem den planungspolitischen Sprecher der UWG vor, Architekt Norbert Bohlmann.

Die Anwohner der Mangelsdorf- und Dr.-Brinkmann-Straße hoffen, dass ihnen der Neubau weiterer Wohnklötze in ihrer Sieldung erspart bleibt. Foto: Stephan Rechlin

Kollmeyer: »Dass dieser Antrag ausgerechnet von der UWG kommt, ist sehr ärgerlich und inkonsequent.« Ausgerechnet Architekt Norbert Bohlmann habe in der Dr.-Brinkmann-Straße zum Bau der wuchtigen Neubauten beigetragen. Die nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches von der Verwaltung genehmigten Gebäude würden von den Anwohnern als massive Beeinträchtigung ihrer Wohnqualität empfunden. »Als Architekt hat Bohlmann dafür gesorgt, dass in der Dr.-Brinkmann Straße ein zweigeschossiger Neubau plus Staffelgeschoss entstanden ist«, sagt Kollmeyer. Bereits in der Debatte um die ähnlichen Neubauten in der Siedlungsstraße in Pavenstädt sei herausgekommen, dass Bohlmann auch hier als Architekt für eines der deutlich aus der Reihe fallenden Neubauten verantwortlich sei.

»Rein beruflich gesehen ist das legitim«, sagt Kollmeyer, »dass ausgerechnet er jetzt aber über einen Antrag die Anwohner durch eine Veränderungssperre vor weiteren Mehrfamilienhäusern schützen will, ist für die Bürger sehr verwirrend.« Einerseits die Möglichkeiten des Paragrafen 34 aus beruflichen Gründen voll auszuschöpfen, andererseits im politischen Ehrenamt die Verwaltung als Genehmigungsbehörde vorzuführen, sei nicht in Ordnung.

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