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Klinikum: Professor Dr. Boris Buerke (43) neuer Radiologie-Chefarzt

Experte der Schnittbilder

Gütersloh (WB). Keine andere Fachdisziplin eines Krankenhauses kommt heutzutage ohne die Radiologie aus: Mit diesen Worten beschreibt Professor Dr. Gero Massenkeil als Ärztlicher Direktor die zentrale Rolle der Abteilung seines neuen Kollegen Professor Dr. Boris Buerke.

Carsten Borgmeier

Von Münster nach Gütersloh: Professor Dr. Boris Buerke (43) will die Radiologie im Klinikum digital weiterentwickeln. Das Bild zeigt den neuen Chefarzt am rund eine Million Euro teuren Magnetresonanztomographen (MRT) der Abteilung. Foto: Carsten Borgmeier

Gemeinsam mit Geschäftsführerin Maud Beste und Andreas Tyzak als kaufmännischer Direktor stellte Professor Dr. Massenkeil am Freitag den 43-jährigen Wolfsburger vor, der seit 1. Oktober als Chefarzt der Radiologie am Klinikum Gütersloh tätig ist.

Von Münster nach Gütersloh

Buerke ist demnach nach vielen Jahren in leitender Funktion am Institut für Radiologie am Universitätsklinikum Münster ausgewiesener Experte, wenn es – vereinfacht ausgedrückt – um detailgetreue Bilder aus dem menschlichen Körper geht: Der 43-Jährige ist Facharzt für Radiologie, die Auswertungen von zum Beispiel Aufnahmen aus Computertomograph (CT) oder Magnetresonanztomograph (MRT) sind demnach sein Metier.

Seine neue Abteilung am Klinikum Gütersloh sieht er personell wie technisch auf »sehr hohem Niveau«. Vor allem das breite medizinische Spektrum und der onkologische (Behandlung von Krebserkrankungen) Schwerpunkt hätten ihn gereizt, von Münster nach Gütersloh zu wechseln, so der gebürtige Wolfsburger. Das im Klinikum zum Einsatz kommende MRT-Gerät kostet nach Angaben von Geschäftsführerin Maud Beste etwa eine Million Euro, werde mit Software-Updates auf modernstem Stand gehalten.

Radiologie als zentrale Abteilung

»Es gibt mit der Gefäßchirurgie und Urologie gleich mehrere Fachkliniken, in denen radiologische Interventionen notwendig sind«, berichtet Buerke, »darüber hinaus verfügt das Klinikum Gütersloh mit dem Onkologischen Zentrum und weiteren Organkrebszentren über eine hohe Expertise, zu der ich beitragen und die ich weiterentwickeln möchte.«

In der mit insgesamt acht Ärzten und zwölf weiteren Fachkräften ausgestatteten Radiologie des Klinikums gibt es demnach pro Tag zwischen 40 bis 50 Untersuchungen. Dabei entstehen große Datenmengen, die ausgewertet werden müssten. Innerhalb von 24 Stunden soll der Befund gestellt werden, so das Ziel. Dieses digitale Bilddatenmanagement zu optimieren, nennt der Chefarzt als einen seiner Schwerpunkte.

Professor Dr. Buerke, der von 1996 bis 2002 Humanmedizin in Hannover studierte und dort 2003 promovierte, löst in Gütersloh Dr. Peter Berliner ab, der Ende Juli nach 25 Jahren als Chefarzt in den Ruhestand getreten war.

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