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Gütersloh

Forum Lied startet am 14. August

Gütersloh (sib)

Die Veranstaltung wirbt mit Normalität: „Wie gewohnt analog“ lautet das aktuelle Motto der Reihe Forum Lied. Konzert Nummer eins ist für Samstag und Sonntag, 14. und 15. August, in Gütersloh geplant.

Hat sich dem Kunstlied verschrieben: Professor Peter Kreutz. Wenn an vier Wochenenden Sängerinnen und Sänger im Rahmen der Reihe Forum Lied auf der Bühne des Theaters stehen, begleitet er sie auf dem Flügel. Kreutz ist künstlerischer Leiter der Konzertreihe. Foto:

Es handelt sich um die traditionelle Eröffnungsveranstaltung des Kurses Liedinterpretation. Beteiligt sind Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik Detmold. Seit 2002 lädt Professor Peter Kreutz als künstlerischer Leiter der Reihe die Studierenden der Hauptfachklassen Gesang zu dem einwöchigen Kursus an – mit dem Ziel, ein Konzert im Theater Gütersloh zu geben. 

Werke von Schumann und Brahms im Programm

„Lieder von kleineren Lastern und größeren Sünden“ sollen in diesem Jahr dargeboten werden. Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann, Johannes Brahms, Arnold Schönberg und Kurt Weill. Es gehe um nur allzu menschliche Geschichten, sagt Peter Kreutz im Gespräch. 

Um Brüder, die einander bekämpfen. Um einen König, der seine Hoheit über die Macht Gottes stellt. Um Männer und Frauen, die es mit der gegenseitigen Treue nicht genau nehmen und um ein nur allzu menschliches Laster: Narzissmus. Einige der Geschichten in Liedform seien ernst, andere augenzwinkernd, kündigt Kreutz an. Konzertteil Nummer zwei, traditionell als Festival angelegt, ist für die Zeit „zwischen den Jahren“ geplant. 

„Als würde die Zeit stillstehen“

„Ein Ausdruck, den ich immer faszinierend fand. Als würde die Zeit stillstehen“, wirft Peter Kreutz ein. Eine Zeit, die er sowie seine Sängerinnen und Sänger nutzen wollen, um der Ruhe zwischen den Feiertagen Rechnung zu tragen. 

Die Termine: 27., 28. 29. und 30. Dezember. Unterstützung kommt am 29. Dezember von den „Erlkings“ – ein junges und energiegeladenes Quartett, das das deutsche Kunstlied in die englische Sprache hieve. Frevel? „Keineswegs“, versichert Peter Kreutz. „Wenn die Erlkings Schubert spielen, dann ist das zum Niederknien schön.“ Es sei ein frischer und ungewohnter Blick, den die Formation auf das Kunstlied werfe. Ein Blick, der sich besonders für diejenigen entfalte, die mit den Originalen vertraut seien. 

Konzert Nummer drei ist für das Wochenende 19. und 20. Februar, Konzert vier für den 11. und 15. Mai geplant. Dass die Corona-Lage den Sängern abverlange, von der Studiobühne in den Theatersaal auszuweichen, sehe er mit einem lachenden, einem weinenden Auge, so Peter Kreutz. „Die Akustik im Theatersaal ist selbstverständlich großartig. Schwierig wird es allerdings, die gewohnte Intimität zwischen Sängerinnen, Sängern und Zuhörern zu schaffen.“

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