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Weiter kein Motiv zum Mord an Geschwisterpaar zu erkennen

Freilassung beantragt

Gütersloh (WB). Im Gütersloher Doppelmordprozess hat die Verteidigung gestern beantragt, den Haftbefehl gegen den 29-jährigen Angeklagten Jens Sch. aus Verl aufzuheben.

Wolfgang Wotke

Jens Sch. will aus der Untersuchungshaft. Foto: Wolfgang Wotke

Der dringende Tatverdacht, dass der Angeklagte Heiligabend das Geschwisterpaar Dr. Helgard G. (74) und Hartmut S. (77) in seiner Villa heimtückisch erstochen haben soll, sei nicht mehr aufrecht zu erhalten. Das sagte Dr. Carsten Ernst, einer der beiden Verteidiger, vor dem Schwurgericht Bielefeld.

In seiner zehnseitigen Begründung wies Ernst darauf hin, dass alle am Tatort gesicherten DNA-Spuren von Jens Sch. erklärbar seien. Außerdem hätten die Ermittlungen der Polizei und der bisherige Prozessverlauf kein Motiv erkennen lassen. Darüberhinaus komme das Gutachten des Landeskriminalamtes zu einem eindeutigen Ergebnis. Carsten Ernst: »Die geringfügige DNA-Beimengung am blutigen Fingernagelabschnitt der getöteten Ärztin können demnach bei einem Kontakt wie beim Händeschütteln entstanden sein.« Das gelte auch für die DNA-Spur an der Rotweinflasche, die der Beschuldigte am 24. Dezember den späteren Opfern als Präsent mitgebracht haben will.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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